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Panorama Landminen-Explosion verletzt zwei Deutsche
Mehr Welt Panorama Landminen-Explosion verletzt zwei Deutsche
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13:28 27.04.2016
Im Norden Myanmars sind zwei deutsche Touristen durch die Explosion einer Landmine verletzt worden. Quelle: afp
Kyaukme

Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte am Mittwoch entsprechende Informationen der Landesbehörden. In der Region im Norden Myanmars gab es in den vergangenen Monaten heftige Kämpfe zwischen bewaffneten Rebellengruppen.

Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Rangun stünden in engem Kontakt mit den Betroffenen und leisteten konsularische Hilfe, sagte der Sprecher des Außenamts weiter. Das Ministerium mahnt in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen unter Verweis auf die Kämpfe zwischen Armee und Rebellen zu "besonderer Vorsicht" unter anderem im Bundesstaat Shan, wo sich das Unglück ereignete. "Ungekennzeichnete Minenfelder stellen eine zusätzliche Gefahr dar", heißt es auf der Website des Außenamts.

Junge Frau erlitt Kopfverletzungen

Wie die Behörden in Myanmar mitteilten, wurde auch der einheimische Reiseführer des Paares verletzt, als nahe der Kleinstadt Kyaukme in Shan eine Mine explodierte. Die beiden 24-Jährigen wurden den Angaben zufolge am Dienstagabend in der Stadt Mandalay im Krankenhaus behandelt.

Dorfbewohner hätten die drei ins Krankenhaus gebracht, sagte der Chef einer örtlichen Hilfsgruppe. Nach Angaben aus Armeekreisen wurde die junge Frau am Kopf und am rechten Arm verletzt, der Mann erlitt einen Hörsturz. Der Reiseführer wurde demnach an den Beinen verletzt. Die junge Deutsche wurde in einem Rollstuhl geschoben, während ihr Begleiter einen Tropf hielt, wie ein AFP-Fotograf aus dem Krankenhaus berichtete.

Landminen fordern zahlreiche Todesopfer

Seit der Öffnung des Landes infolge der Machtübergabe von der Militärjunta an eine zivile Regierung 2011 kommen immer mehr Touristen nach Myanmar. Jedoch gehört es nach jahrzehntelanger Militärherrschaft und Aufständen bewaffneter Rebellen zu den am schwersten verminten Ländern der Welt. Nach Angaben der Organisation Minen und Streumunition Monitor wurden allein im Jahr 2014 mindestens 45 Menschen durch Landminen getötet und mehr als 200 weitere verletzt.

Mehrere Rebellengruppen ethnischer Minderheiten kämpfen in dem südostasiatischen Land seit Jahrzehnten für mehr Unabhängigkeit und Autonomie. Nach einer Militäroffensive im Jahr 2009 war es im Bundesstaat Shan sechs Jahre lang weitgehend ruhig geblieben. Seit Februar liefern sich dort aber die Rebellengruppen RCSS und TNLA wieder heftige Gefechte. Tausende Menschen flohen vor der Gewalt.

Die Kämpfe untergraben die Bemühungen der neuen Regierung um eine landesweite Waffenruhe mit allen bewaffneten Minderheiten. Die Regierung von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hat versprochen, die Konflikte mit den Rebellen friedlich beizulegen.

afp

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