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22:36 14.12.2015
Die Feuerwehr sucht seit Tagen nach dem 31-Jährigen aus dem Kreis Leer. Quelle: Brüning, Polizei
Jemgum

„Lars ist ein absolut zuverlässiger Mann. Wir können uns nicht vorstellen, dass er einfach so verschwindet“, sagt Gemeindebrandmeister Jan Hildebrands. Der 31-Jährige war in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember nach einem Feuerwehrfest im Nachbarort Critzum nicht nach Hause gekommen. Die Polizei geht davon aus, dass er die Feier gegen 1 Uhr verlassen hat. Bereits einen Tag später bat Wunders Ehefrau die Polizei, Freunde und die Feuerwehr um Hilfe bei der Suche nach ihrem vermissten Mann. Auch bei Facebook schaltete sie eine Vermisstenanzeige. Zahlreiche Mitglieder der umliegenden freiwilligen Feuerwehren begannen daraufhin mit der Suche. „Am Sonntagvormittag hat ein Kamerad dann sein Handy in Critzum gefunden“, sagt Gemeindebrandmeister Hildebrands. Laut Polizei ergaben sich aus dem abgeschalteten Gerät aber keine Hinweise auf den Verbleib des Mannes.

Mit einem Sonarboot haben Beamte am Freitag einen Badesee an der A 31 abgesucht. „Das war aber ohne Erfolg“, sagt Polizeisprecherin Kristina Eckert. Die Suche in weiteren Gewässern werde in den kommenden Tagen fortgesetzt.

Die Polizei hatte in den vergangenen Tagen zudem mehrmals Suchhunde und Hubschrauber mit Wärmebildkameras eingesetzt. Die Spur des 31-Jährigen verliert sich zwischen Critzum und Jemgum. Dort hatte ein Hund zuletzt angeschlagen. Die Polizei hat die Suche an der Stelle noch einmal intensiviert - erfolglos. „Wir haben jeden Stein zweimal umgedreht“, sagt Eckert. „Es gibt keine Anhaltspunkte.“ Auch die Ursache seines Verschwindens sei noch völlig unklar: „Nichts deutet auf ein Verbrechen hin, nichts auf ein freiwilliges Verschwinden.“

Auch eine groß angelegte Suchaktion der Feuerwehr und zahlreicher freiwilliger Helfer am Wochenende brachte keine Ergebnisse. Mehr als 200 Feuerwehrleute und Freiwillige waren unterwegs, die Gegend um die Gemeinde hatten sie in Planquadrate aufgeteilt und systematisch durchkämmt. „Wir haben sogar eine Flugdrohne der Kreisfeuerwehr gehabt und Gräben leergepumpt, um Lars zu finden“, sagt Hildebrands. Vergeblich. Ein Unglück oder sogar ein Verbrechen will er nicht ausschließen. „Er würde sich melden, wenn er könnte“, glaubt der Feuerwehrmann. Auch wenn es schon seit zehn Tagen kein Lebenszeichen von dem 31-Jährigen gibt - die Menschen in der Gemeinde hoffen weiter. Die Suche haben die Freiwilligen inzwischen allerdings eingestellt. „Wir haben alles wieder und wieder abgesucht“, berichtet Hildebrands. „Wir warten jetzt eigentlich auf Hinweise von Leuten, die etwas wissen. Damit wir an der Stelle weitersuchen können.“

Isabell Rollenhagen

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