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Panorama Größte Segelyacht der Welt verlässt deutsche Werft
Mehr Welt Panorama Größte Segelyacht der Welt verlässt deutsche Werft
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20:47 05.02.2017
Die majestätische „Sailing Yacht A“ ist nun auf dem Weg nach Spanien. Quelle: dpa
Kiel

Nun ist sie weg: Die größte Segelyacht der Welt hat Kiel verlassen und ist auf dem Weg in wärmere Gefilde. Südspanien ist das Ziel. Am Sonntag verließ der futuristisch anmutende Dreimaster den Hafen. Die Kieler Werft German Naval Yards hatte die „Sailing Yacht A“ für den milliardenschweren russischen Eigner Andrej Melnitschenko gebaut. Die offizielle Übergabe an ihn ist einem Sprecher zufolge für das späte Frühjahr vorgesehen.

Die keilförmige Yacht hatte der Designer Philippe Starck für den Russen entworfen. Der Franzose hatte für den russischen Milliardär Melnitschenko vor Jahren bereits die 119 Meter lange Motoryacht „A“ ersonnen. Sie entstand ebenfalls in Kiel.

Die Werft German Naval Yards hatte die „Sailing Yacht A“ für einen Russischen Milliardär gebaut. Quelle: dpa

Die „Sailing Yacht A“ ist aber noch deutlich voluminöser. Sie ist nicht nur knapp 143 Meter lang, sondern auch fast 25 Meter breit. Es gibt laut der Fachzeitschrift „Boote exclusiv“ nur sieben Motoryachten auf den Weltmeeren, die noch länger sind als der Dreimaster. Diese Liste führt mit 180 Metern Länge die bei Lürssen in Bremen gebaute „Azzam“ an, gefolgt von der 163 Meter langen „Eclipse“, die in Hamburg bei Blohm+Voss entstand.

Während der Testfahrten im September und Oktober hatte die „A“ auf der Ostsee erstmals die vollautomatischen Segel gesetzt. Bei dichtem Nebel konnten Spaziergänger am 16. Oktober in den Morgenstunden beobachten, wie die Besatzung auf dem vor Strande ankernden Schiff in Sichtweite einzeln die Segel an den bis zu 90 Meter hohen Masten setzte.

Schiff der Superlative: Die „Sailing Yacht A“ Quelle: dpa

Die „Sailing Yacht A“ gilt mit ihren mehr als 3700 Quadratmetern Segelfläche als Schiff der Superlative. Das entspricht etwa der Hälfte eines Fußballplatzes. Offizielle Angaben über den Preis für das keilförmige Schiff mit futuristischem Design gibt es nicht. Spekuliert wird über einen Kaufpreis von rund 400 Millionen Euro. Die Yacht verfügt beispielsweise über eine Panorama-Lounge unterhalb der Wasserlinie und neben Beibooten auch über ein eigenes U-Boot.

Von RND/dpa