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Panorama Gesuchter Kinderschänder stellt sich der Polizei
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18:06 06.08.2009
Der gesuchte Kinderschänder hat sich der Polizei gestellt. Quelle: ddp

Der Fahndungsaufruf war am Mittwochabend in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ ausgestrahlt worden. Der Mann wird verdächtigt, mehrere Kinder schwer sexuell missbraucht und Aufnahmen der Taten ins Internet gestellt zu haben.

Dem BKA liegen eigenen Angaben zufolge 42 Videos vor, die den Täter überwiegend bei schweren sexuellen Missbrauchshandlungen an zwei bis neun Jungen im Alter von fünf bis sieben Jahren in verschiedenen Zimmern zeigen. Dabei soll der Täter teilweise auch Gewalt eingesetzt haben.

Die Videofilme seien mit hoher Wahrscheinlichkeit vor allem im Jahr 2006 vom Täter aufgenommen worden, hieß es. Demnach wären die Missbrauchsopfer heute etwa acht bis zehn Jahre alt. Einer der Jungen wird im Video Marcel genannt, ein weiterer Pascal. Unter den Opfern könnten sich auch Brüder befinden.

Die ersten zwei Filme seien im Februar dieses Jahres bei einem Tatverdächtigen in Thüringen sichergestellt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Gießen. Der Mann wurde des Besitzes von Kinderpornos beschuldigt. Bis Juni hätten ausländische Fahnder weitere 40 Videos übermittelt. Diese wurden den Angaben zufolge in Norwegen ins Netz gestellt.

Das BKA hatte den fortgesetzten und noch andauernden Missbrauch auch weiterer Kinder durch den Täter nicht ausgeschlossen. Da alle bisherigen Fahndungen nicht zur Identifizierung eines Tatverdächtigen geführt hätten, sei der Beschluss zur Öffentlichkeitsfahndung als „Ultima Ratio“ erlassen worden.

Neben dem ZDF-Beitrag hatte das BKA auch Videos, Bilder und Stimmproben des Täters auf seiner Homepage veröffentlicht. Bis zum Donnerstagmittag waren zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung bei der Behörde eingegangen.

Da noch kein Tatort ermittelt wurde, war die Gießener Staatsanwaltschaft zunächst mit dem Fall betraut worden. Die Behörde hat dem Sprecher zufolge schon mehrfach mit dem BKA zusammengearbeitet. Wenn feststeht, wo der Missbrauch stattgefunden hat, soll die Staatsanwaltschaft vor Ort den Fall übernehmen.

ddp

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