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Panorama George Clooney: „Ich bin ja kein besonders netter Kerl“
Mehr Welt Panorama George Clooney: „Ich bin ja kein besonders netter Kerl“
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22:57 28.12.2018
George Clooney hat zahlreiche Filmpreise gewonnen, darunter auch zwei Oscars und vier Golden Globes. 1997 und 2006 kürte ihn das „People“-Magazin zum „Sexiest Man Alive“. Quelle: Samir Hussein/Getty

Sie spielen in der Serie „Catch-22“ einen Leutnant mit dem deutschen Namen Scheißkopf. Wissen Sie, was das heißt?

Klar. Ich bin ein Shithead. Das erkennt man schon an diesem Schnurrbart, den ich trage. Auf den bin ich nicht gerade stolz. Aber er passt zu mir in der Serie. Ich bin ja kein besonders netter Kerl. Genauer gesagt bin ich ein besonders schlechter Typ mit vielen Charakterfehlern. Ein Scheißkopf halt.

Wieso wurde Sardinien als Drehort ausgesucht?

Weil das Wetter hier so gut ist... Jeden Tag haben wir einen Wolkenbruch. Regen, Regen, Regen. Ansonsten liebe ich Sardinien. Ich komme hier schon seit Jahren immer wieder hin und fahre mit meinem Motorrad um die Insel. Deshalb kenne ich mich auch sehr gut aus. Wir brauchten für die Serie einen verlassenen Luftwaffenstützpunkt in Süditalien und genau den gibt es hier.

Sie sind auch Produzent der Serie und haben mit Hugh Laurie alias „Dr. House“ einen zweiten Seriendoktor mit an Bord gebracht. Gibt es da keine Rivalität?

Und ob. Aber das war egal. Hugh war einfach der billigste Schauspieler, den wir für die Rolle bekommen konnten. Und er hat mir leid getan. Weil er ständig mit mir verglichen wurde (lacht). Okay, die Wahrheit ist, dass wir sehr gute Freunde sind. Er ist ein toller Typ und ich verehre seine Arbeit. Ich habe gefragt, ob er mitspielen will, und er hat zugesagt.

Sie leben in Italien. Was lieben Sie am Land am meisten?

Oh, Mann, was gibt es hier nicht zu mögen. Das Essen, der Wein, die Leute, die Architektur, das Klima. Deshalb verbringe ich ja auch die Sommer immer bei mir am Comer See. Amal ist dort auch gerne. Und die Kids lieben Pasta, seitdem sie ein Jahr alt sind.

„Man muss manchmal zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein“

Wenn Sie auf Ihre Karriere zurückblicken, wie viel davon war Glück und wie viel basiert auf gute Entscheidungen?

Ich glaube fest daran, dass Glück einen großen Anteil in unserem Leben hat. Man muss manchmal zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein. So wie bei „Emergeny Room“, das voll einschlug. Das konnte man nicht voraussehen. Es hat die Karrieren von den meisten von uns positiv beeinflusst. Ich war vorher schon in sieben Serien und nichts ist wirklich passiert. Natürlich hilft es, wenn man viel Arbeit in seine Karriere steckt und es niemals schleifen lässt. Am Ende erarbeitet man sich auch häufig sein Glück selbst.

Wieso fahren Sie auf Sardinien eigentlich so viel mit dem Fahrrad herum?

Weil wir hier gerade an zwei Sets gleichzeitig drehen. Und ich hab keine Lust, immer hin und her zu rennen. Da bietet sich das Fahrrad an.

Sie sind berühmt für Ihre Streiche, die Sie Kollegen gerne spielen. Haben Sie das hier auch getan?

Ja, aber nicht mit Kollegen sondern mit unserer neuen italienischen Haushälterin. Die spricht kaum ein Wort Englisch und hat den Schock ihres Lebens bekommen (lacht).

Erzählen Sie!

Ich habe mir eine saubere Windel besorgt, Nutella reingeschmiert und sie dann in den Müll in der Küche geworfen. Als die arme Frau kurz darauf in der Küche war, bin ich hin und meinte: „Amal will wissen, ob Alexander Kaka oder Pipi gemacht hat. Ka-kaaaa oder Pipiiiii?“ Sie hat mich völlig ahnungslos und hilflos angeschaut. Da habe ich die Windel aus der Tonne gefischt und sie aufgemacht. Und meinte dann „Kaka oder Pipi?“ Da hat es bei ihr gedämmert.

Wo ist der Streich?

Ich habe einen Finger durch die Windel gezogen, daran geleckt und verkündet: „Kaka!“ Die Frau konnte sich vor Ekel kaum einkriegen.

„Wir machen viele Fehler immer wieder“

„Catch-22“ zeigt, wie absurd Krieg sein kann. Und dennoch scheinen wir Menschen nicht zu lernen. Was ist bei uns falsch gelaufen?

Ich glaube, wir sind einfach so veranlagt, dass wir viele Fehler immer wieder machen. Deshalb fühlt es sich auch an, als schwebte immer eine dunkle Wolke über uns. Aber wissen Sie was? Ich bin ein Optimist. Ich glaube einfach, dass wir irgendwie Wege finden, damit die Zustände auf der Welt besser werden. Ich hoffe, dass ich das auch noch erleben kann.

Von Dierk Sinderman/RND

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