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Panorama Gefahr durch Smartphones am Steuer steigt
Mehr Welt Panorama Gefahr durch Smartphones am Steuer steigt
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20:19 11.04.2016
Ein schneller Blick aufs Smartphone – und schon hat das Auto 60 Meter zurückgelegt, ohne dass der Fahrer darüber die Kontrolle hatte.  Quelle: dpa
Braunschweig

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Weitaus mehr Autofahrer als gedacht lassen sich durch Smartphones ablenken. Zu diesem Ergebnis kommt eine noch nicht veröffentlichte Studie des Instituts für Verkehrspsychologie der Technischen Universität Braunschweig. Wissenschaftler aus Hannover, Braunschweig und Berlin haben sich dafür an den Straßenrand gestellt und knapp 12.000 Autofahrer beobachtet.

Von diesen Fahrern waren 13 Prozent abgelenkt: 4,5 Prozent hantierten mit dem Handy und hatten den Blick auf das Display gerichtet. Weitere 3,9 Prozent telefonierten – 2,2 Prozent hielten das Telefon ans Ohr. Weitaus weniger Verkehrsteilnehmer waren mit Essen, Trinken oder Rauchen beschäftigt. „Die Zahlen haben uns sehr überrascht“, sagt Studienleiter Prof. Mark Vollrath.

Wer SMS-Nachrichten liest oder auf das Display tippt, erhöht sein Unfallrisiko immens, erläutert er: „Dass es gefährlich ist, muss jedem klar sein“ – nicht zuletzt durch Aufklärungsversuche wie die Kampagne „Tippen tötet“. Das Programm hat die Landesverkehrswacht gerade ausgeweitet, und warnt mit Filmen und Plakaten vor dem Handy-Gebrauch am Steuer.

Viele Fahrer unterschätzten die Gefahr, meint Vollrath. „Das Bauchgefühl ist trügerisch“, sagt er. „Man schaut viel länger auf das Display, als man denkt“. In der Regel seien das vier bis fünf Sekunden. Im Stadtverkehr legt ein Auto in der Zeit rund 60 Meter zurück.

Der Studie zufolge sind es vornehmlich junge Verkehrsteilnehmer, die beim Fahren ihr Handy benutzen. 50 Prozent der registrierten Autofahrer, die das Smartphone nutzten, seien 18 bis 25 Jahre alt. „Das halte ich, salopp gesagt, für keine gute Idee, sich als junger Verkehrsteilnehmer, der noch lernt, bereits abzulenken“, so Vollrath. Einen deutlichen Unterschied zwischen Frauen und Männern konnte das Team nicht ausmachen.

Weitere Anschlussstudien sind nun geplant. Da die erste Untersuchung im Stadtgebiet in großen Straßen durchgeführt wurde, wollen sich die Wissenschaftler demnächst kleineren, aber belebteren Straßen widmen. Auch das Verhalten von Fußgängern und Fahrradfahrern wollen sie untersuchen.

Wer in Deutschland beim Fahren mit dem Telefon erwischt wird, muss derzeit mit einem Bußgeld von 60 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. „Unsere europäischen Nachbarn gehen bei den Bußgeldern viel härter ran“, hatte kürzlich der Präsident der Landesverkehrswacht, Heiner Bartling, betont. Auch die Landesregierung hat bereits höhere Strafen gefordert.

Von Katharina Derlin

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