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Panorama Gatwick: Flugbetrieb wird wieder aufgenommen
Mehr Welt Panorama Gatwick: Flugbetrieb wird wieder aufgenommen
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07:53 21.12.2018
Am Flughafen London-Gatwick wird der Flugbetrieb wieder aufgenommen. Quelle: dpa
Gatwick

Der Einsatz von Armee und Polizei am Londoner Flughafen Gatwick zeigt Wirkung: Wie der Flughafen auf seiner Homepage mitteilt, kann die Start- und Landebahn wieder in Betrieb genommen werden. Erste Starts und Landungen seien geplant. Allerdieng empfiehlt der Flughafen den Passagieren weiterhin, vor Anreise den Status des Flugs zu überprüfen, es komme noch immer zu erheblichen Verspätungen und Stornierungen.

Seit Mittwochabend ist in Gatwick - abgesehen von einer dreiviertelstündigen Unterbrechung - kein einziges Flugzeug mehr gelandet oder gestartet. Ankommende Maschinen mussten umgeleitet werden und teils hunderte Kilometer entfernte Airports wie Amsterdam und Paris ansteuern. Laut der Flughafenleitung müssen sich Passagiere darauf einstellen, dass es auch am Freitag dabei bleibt.

Easyjet fliegt wieder, Ryanair startet von Stansted

Easyjet schrieb auf seiner Webseite, fliegen zu wollen. Der irische Billigflieger Ryanair hatte noch kurz zuvor angekündigt, alle ursprünglich für Gatwick geplanten Flüge stattdessen vom Londoner Flughafen Stansted starten oder dort landen zu lassen. Die Kunden seien informiert worden, sagte Ryanair auf seiner Webseite.

Eine „gezielte“ Störaktion des Flugbetriebs

„Das ist eine präzise geplante Aktivität, die darauf ausgelegt wurde, den Flughafen lahmzulegen und maximale Behinderungen in der Vorweihnachtszeit zu bringen“, teilte Gatwick-Geschäftsführer Stewart Wingate mit. Am Donnerstag waren 115 000 Reisende betroffen, für Freitag wurden weitere 126 000 Menschen in Gatwick erwartet. Um die chaotische Lage zu entschärfen, sollten Nachtflugverbote für andere Flughäfen vorübergehend aufgehoben werden.

Die Einsatzkräfte hatten die Störmanöver mit Hubschraubern, Scharfschützen sowie Spezialgerät der Armee versucht zu unterbinden.Premierministerin Theresa May versprach eine enge Zusammenarbeit der Behörden mit dem Flughafen. „Die Aktivität, die wir gesehen haben, ist illegal und wer dabei erwischt wird, Flugzeuge in Gefahr zu bringen, kann eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren bekommen“, sagte May.

Drohnen waren professionelle Fluggeräte

Bei den mindestens zwei Drohnen handelt es sich nach Einschätzung der Polizei nicht um Hobby-Fluggeräte. Sie seien vielmehr für den professionellen Einsatz bestimmt. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gab es laut Behörden aber zunächst nicht. In den ersten 24 Stunden nach Einstellung des Flugbetriebs zählte die Polizei mehr als 50 Drohnen-Sichtungen. Medienberichten zufolge prüfen die Ermittler, ob möglicherweise ein radikaler Öko-Aktivist hinter dem Störmanöver stecken könnte.

Auch in Deutschland sind Zwischenfälle mit Drohnen ein wiederkehrendes Problem. In den vergangenen Monaten haben sie sogar deutlich zugenommen: Laut der Deutschen Flugsicherung wurden bis einschließlich November 152 Fälle gemeldet, bei denen Verkehrsflieger durch Drohnen behindert wurden, die gefährlich nah an Flughäfen oder auf der Strecke auftauchten. Im bisherigen Rekordjahr 2017 waren es nur 88 gewesen.

Von RND/mat/dpa

Der Flughafen Gatwick in London steht weiterhin komplett still. Nun erwägen die Behörden radikale Schritte gegen die Drohnen, die immer wieder über dem Airport gesichtet werden.

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