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Panorama Frau aus Oldenburg mit Zika-Virus infiziert
Mehr Welt Panorama Frau aus Oldenburg mit Zika-Virus infiziert
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19:41 02.02.2016
Quelle: dpa/Symbolfoto
Osnabrück

Das Virus grassiert derzeit in Süd- und Mittelamerika, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rief einen „weltweiten Gesundheitsnotfall“ aus. Schwangere können das von Stechmücken übertragene Virus an ihre ungeborenen Kinder weitergeben, bei denen es offenbar Fehlbildungen verursachen kann.

Als die Oldenburgerin sich infizierte, wurde Haiti noch nicht auf der WHO-Liste der Zika-gefährdeten Länder geführt. Dem Chef des Landesgesundheitsamts, Matthias Pulz, zufolge, gibt es allerdings keinen Grund zur Sorge. „Wir müssen auch in Zukunft damit rechnen, dass sich Reisende im Urlaub mit dem Zika-Virus infizieren und dann nach Niedersachsen zurückkehren“, sagt er. „Dass sich der Virus hier einnistet, ist aber völlig ausgeschlossen.“ Die Mücken, die das Virus übertragen, gebe es in Niedersachsen nicht. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch sei nicht möglich. Die Krankheit an sich sei harmlos, so Pulz. Auch die Oldenburgerin sei nach wenigen Tagen wieder gesund gewesen.

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums gab es von Oktober 2015 bis Januar 2016 in Deutschland fünf bestätigte Zika-Fälle.

Brasilien rät ab: Brasilien hat Schwangeren wegen der Gefahr einer Ansteckung mit dem Zika-Virus vom Besuch der Olympischen Spiele abgeraten. Schwangere sollten dieses Risiko nicht eingehen, sagte der Stabschef von Präsidentin Dilma Rousseff, Jaques Wagner. Die Olympischen Spiele werden am
5. August in Rio eröffnet. Brasilien ist besonders schwer von der Epidemie betroffen: Nach Angaben der Behörden sind seit Oktober 4000 Babys mit Verdacht auf Mikrozephalie auf die Welt gekommen. Auch Honduras rief inzwischen den nationalen Notstand aus     

Von Manuel Lauterborn

Das Zika-Virus

Vor fast 70 Jahren wurde das Zika-Virus entdeckt, erst jetzt gilt es als globale Bedrohung. Ein Rückblick:

  • 1947: Bei einem Rhesusaffen aus dem Zika-Wald in Uganda wird das Virus erstmals nachgewiesen.
  • 1952: Forscher finden den Erreger bei Menschen in Uganda und Tansania. In den folgenden Jahrzehnten werden jedoch nur vereinzelte Infektionen aus Afrika und Südasien bekannt.
  • 2007: Im Pazifik-Raum häufen sich Infektionen. Seit 2013 gibt es laut Weltgesundheitsorganisation weitere Fälle in Afrika und Amerika.
  • November 2015: Der erste bekannte große Ausbruch nimmt seinen Anfang in Brasilien. Eine Häufung von Schädelfehlbildungen bei Neugeborenen geht nach Ansicht von Fachleuten auf das Virus zurück.
  • Dezember 2015: Nach Angaben des brasilianischen Regierung sind die Verdachtsfälle im Land sprunghaft angestiegen.
  • Januar 2016: Die Behörden in Jamaika und Kolumbien empfehlen, geplante Schwangerschaften aufzuschieben. In Deutschland gab es seit 2013 mehrere Fälle bei zurückkehrenden Reisenden, davon mindestens fünf in Zusammenhang mit dem aktuellen Ausbruch in Lateinamerika.
  • Februar 2016: Die Weltgesundheitsorganisation erklärt den globalen Gesundheitsnotstand. Es gebe eine starke räumliche und zeitliche Verbindung zwischen Zika und dem Auftreten von Schädelfehlbildungen.

dpa

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