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Panorama Deutsche fahren auf Busse und Bahnen ab
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12:02 05.02.2014
Die Deutschen fahren so viel Bus und Bahn wie nie zuvor. Quelle: dpa (Symbolbild)
Wiesbaden

Noch nie sind die Menschen in Deutschland so oft Bus und Bahn gefahren: Mehr als 11,12 Milliarden Fahrgäste wurden 2013 im Nah- und Fernverkehr gezählt - noch einmal 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Einen Rekord gab es auch im Luftverkehr: Die Zahl der Passagiere auf deutschen Flughäfen legte innerhalb eines Jahres um 1,1 Prozent auf rund 181 Millionen zu, allerdings gingen die Inlandsflüge zurück. Das berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch auf der Basis vorläufiger Zahlen.

Der Fernverkehr mit Bussen ist nach der Liberalisierung zum Jahresbeginn 2013 stark gewachen. Allein die in der Statistik berücksichtigten Unternehmen steigerten ihr Fahrgastaufkommen um fast ein Fünftel auf 3,0 Millionen Reisende. Wie viele Neugründungen dabei noch nicht erfasst wurden, ist unklar.

Leichte Rückgänge gab es bei der Eisenbahn im Fernverkehr: Die Zahl dieser Zugreisenden ging um 0,5 Prozent auf 131 Millionen zurück. Als wesentlichen Grund dafür nennen die Statistiker das Hochwasser im Juni, das auf der Schiene den Verkehr erheblich behinderte. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin-Hannover konnte erst nach fast fünf Monaten wieder befahren werden.

Ein Minus gab es auch bei der Zahl der Passagiere auf Inlandsflügen - um 3,8 Prozent auf 23 Millionen Fluggäste. Den Passagierrekord brachte die Zunahme von Auslandsflügen (um 1,8 Prozent auf 159 Millionen).

Im öffentlichen Nahverkehr wurden nahezu 11 Milliarden Fahrten mit Bus und Bahn gezählt, auch das waren 0,8 Prozent mehr als 2012. Bei Eisenbahnen und S-Bahnen war dabei das Plus mit 1,2 Prozent (auf knapp 2,5 Milliarden Fahrten) am höchsten. Fast 5,4 Milliarden Mal wurden Busse genutzt. Dazu kommen noch Straßen- und U-Bahnen.

Nach Ansicht des ökologischen Verkehrsclub Deutschlands (VCD) gibt es beim Nahverkehr ein "zweigeteiltes Bild". Im ländlichen Raum gehe das Angebot seit Jahren zurück, in den Ballungsgebieten sei es dagegen gut, sagt VCD-Projektmanager Gregor Kolbe.

Der Stellenwert des Autos habe zudem gerade in den Städten an Bedeutung verloren, viele stiegen auf das Rad um oder nutzten die Verbindungen von Öffentlichem Nahverkehr und Car-Sharing. "Autos sind in der Stadt nicht mehr nötig." Die Spritpreise spielen nach Kolbes Auffassung eher eine untergeordnete Rolle, weil die Menschen auf dem Land häufig auf das Auto angewiesen seien.

dpa

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