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Panorama "Zu Schumacher habe ich keine guten Neuigkeiten"
Mehr Welt Panorama "Zu Schumacher habe ich keine guten Neuigkeiten"
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21:30 04.02.2016
Ex-Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo (r.) mit dem damaligen Formel 1-Rennfahrer Michael Schumacher beim Grand Prix von San Marino (Archivbild von 2005). Quelle: Kerim Okten/dpa
Mailand

"Leider hat ihn ein zufälliger Sturz auf Skiern kaputt gemacht", sagte di Montezemolo auf einer Veranstaltung in Mailand. Dem italienischen Journalisten Giovanni Floris verriet er außerdem, wie die "Bild"-Zeitung schreibt: "Zu Michael Schumacher habe ich keine guten Neuigkeiten. Ich weiß aber immer, wie es ihm geht."

"Er war immer vorsichtig"

Der Ex-Ferrari-Chef fügte hinzu: "Es stimmt nicht, dass Michael ein leichtsinniger Skifahrer war. Auch abseits der Piste war er immer vorsichtig." Weitere Details nannte di Montezemolo nicht. Schumachers Managerin Sabine Kehm kommentierte die Aussagen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht.

Im Dezember hatte sie eine Meldung dementiert, wonach Michael Schumacher zwei Jahre nach seinem folgenreichen Skiunfall wieder gehen könne. "Leider werden wir durch einen aktuellen Pressebericht zu der Klarstellung gezwungen, dass die Behauptung, Michael könne wieder gehen, nicht den Tatsachen entspricht", sagte sie kurz vor Weihnachten der "Bild"-Zeitung.

Kehm kritisiert Spekulationen

Die Zeitschrift "Bunte" hatte berichtet, dass Schumacher "Fortschritte bei der Genesung" mache. Das Magazin berief sich auf das "engste Umfeld" des ehemaligen Rennfahrers. Solche Spekulationen seien unverantwortlich, "denn angesichts der Schwere seiner Verletzungen ist für Michael der Schutz seiner Privatsphäre sehr wichtig", meinte Kehm. Leider führten solche Spekulationen auch dazu, "dass viele Menschen, die ehrlich Anteil nehmen, sich falsche Hoffnungen machen".

Nähere Angaben machte sie damals nicht. Aus Sicht von Schumachers Medienanwalt hat die Öffentlichkeit auch kein Recht auf Informationen über den Zustand des Formel-1-Rekordweltmeisters. "Der Unfall selbst war natürlich ein zeitgeschichtliches Ereignis, darüber durfte berichtet werden", betonte Felix Damm in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. "Aber in dem Moment, wo die Phase der Genesung beginnt und die Öffentlichkeit auch räumlich schon ausgeschlossen wird – es spielte sich ja im Krankenhaus oder jetzt in den eigenen vier Wänden ab – da besteht kein Anspruch mehr", sagte Damm.

Schwere Kopfverletzungen durch den Unfall

Verständnis für das Interesse hat er dennoch. "Ich kann verstehen, dass es Leute gibt, die sich dafür interessieren, die ein ernsthaftes Interesse daran haben zu wissen, wie es ihm geht", sagte er in einer Dokumentation des Bayrischen Rundfunks über Schumacher. "Auf der anderen Seite muss man aber auch verstehen und sehen, dass er nachdem er jetzt also nicht mehr Rennen fährt, einen Anspruch darauf hat, in seiner Privatsphäre zu leben."

Schumacher hat sich bei einem Ski-Unfall vor mehr als zwei Jahren am 29. Dezember 2013 schwere Kopfverletzungen zugezogen. Er befindet sich seit September 2014 weiterhin abgeschirmt von der Öffentlichkeit zur Rehabilitation zuhause in seiner Wahlheimat am Genfer See.

Der siebenmalige Weltmeister war im Skigebiet oberhalb von Méribel mit dem Kopf auf einen Stein geschlagen und hatte sich trotz Helmes ein schweres Schädel-Hirn-Trauma zugezogen. Er kämpfte tagelang um sein Leben und lag mehrere Monate im künstlichen Koma im Universitätskrankenhaus von Grenoble.

dpa/wer

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