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Panorama War Wolf "Kurti" krank?
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15:31 29.04.2016
Wolf Kurti auf einem Feld: Wölfe in Niedersachsen stellen Landwirte, Umweltschützer und die Landesregierung vor große Herausforderungen. Quelle: Knorr
Hannover

Der erschossene Wolf aus der Lüneburger Heide ist zu Untersuchungen nach Berlin gebracht worden. Im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung solle unter anderem geklärt werden, ob das Tier krank war, teilte das Umweltministerium in Hannover am Freitag mit. Der Wolf MT6 sei möglicherweise als Jungtier angefüttert worden oder mit Menschen in Kontakt geraten und könnte so seine Scheu vor Menschen verloren haben, hatte Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) gesagt.

Der zwei Jahre alte Rüde war am Mittwochabend bei Bad Fallingbostel im Auftrag des Ministeriums in Amtshilfe der Polizei wegen seines auffälligen Verhaltens erschossen worden. Das im Internet Kurti genannte Tier hatte sich immer wieder ohne Scheu Menschen bis auf wenige Meter genähert und soll zuletzt den angeleinten Hund einer Familie beim Sonntagsspaziergang angegriffen haben. MT6 wurde so zum ersten Wolf in Deutschland, der seit Rückkehr der Tiere wegen Verhaltensauffälligkeiten im staatlichen Auftrag getötet wurde, Opfer einer "letalen Entnahme".

MT6 trägt seinen wissenschaftlichen Namen seit Juni vergangenen Jahres. Damals bekamen zwei Wölfe aus dem auffälligen Rudel in Munster ein Sendehalsband. Dabei steht das "M" für männlich (male) und das "T" für Telemetrie (Telemetry), wie ein Sprecher des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mitteilte. Die "6" verdankt der Wolf dabei der Tatsache, dass er als sechstes männliches Tier bundesweit von den beauftragten Spezialisten mit einem Sender versehen worden war.

Im Internet wird die Debatte um den Tod des Tieres äußerst hitzig geführt. "Bestie Mensch hat wieder zugeschlagen", heißt es etwa in einem Kommentar unter einem Online-Artikel des NDR. "Homo sapiens heißt das Problem dieses Planeten, nicht Wolf, Bär oder sonstwas", ist da zu lesen. "Ich bin froh, dass der Wolf endlich weg ist", schreibt dagegen "Anneliese", ein "Ralf" spricht aber von "Wahnsinnstat".

"Letale Entnahme" solle das Unwort des Jahres werden, meint einer auf Facebook bei "Wolf ja Bitte". "Der ganze Ablauf ist eine Farce gewesen", heißt es bei "WÖLFE-Fakten". "Ich finde es eine Frechheit von den Aktivisten für den Wolf solch einen Aufstand zu machen wegen der Erschießung des Wolfes", meint dagegen jemand bei "Wolf-nein Danke". "Denken die und unsere Politiker auch mal an unsere Landwirte???".

Auch in Leserbriefen an die Zeitungen kochen die Emotionen hoch. "Da schämt man sich für seine Mitmenschen" oder "Das Tier "Mensch" hat wieder zugeschlagen", heißt es etwa in der "Allgemeinen Zeitung" aus Uelzen. "Gut so, hoffentlich nicht der Letzte", meint dagegen ein anderer Leser.

dpa

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