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Panorama Erneut Unfall durch Sturm auf Autobahn bei Rostock
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18:10 12.04.2011
Am Dienstag hat ein Sturm nur 80 Meter von der Stelle des Massencrashs vom vergangenen Freitag einen Lkw-Anhänger umgekippt. Quelle: dpa (Archivbild)

Nur 80 Meter von der Stelle des Massencrashs auf der Autobahn 19 vom vergangenen Freitag entfernt hat heftiger Wind am Dienstag erneut einen Unfall verursacht. Wie die Polizei berichtete, wurde der Anhänger eines Lastwagens von einer Sturmböe umgerissen und blockierte eine Fahrbahn in Richtung Rostock. Verletzt wurde niemand. Auch bei Gnoien knapp 50 Kilometer östlich von Rostock kippte ein Laster um. Die Polizei warnte vor Sandverwehungen auf den Autobahnen 14, 19 und 24 in Mecklenburg-Vorpommern.

Bei Sichtweiten von etwa zehn Metern waren am Freitag auf der A19 bei Kavelstorf mehr als 80 Autos ineinandergerast und hatten teilweise Feuer gefangen. Acht Menschen kamen ums Leben, 131 wurden verletzt.

Vorsorglich setzte die Polizei am Dienstag an der Unfallstelle die Höchstgeschwindigkeit von 80 noch einmal auf 60 Stundenkilometer herunter. Der Unfall bei Kavelstorf gilt als die schwerste Massenkarambolage in Deutschland seit 20 Jahren.

Während Staatsanwaltschaft und Experten sich weiter um Details zum Hergang des Massenunfalls auf der A 19 bemühten, forderte die Landesverkehrswacht Mecklenburg-Vorpommern als Konsequenz ein generelles Tempolimit.

Der Sandsturm dürfe nicht nur als Verkettung unglücklicher klimatischer und lokaler Ereignisse gewertet werden, betonte der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla). „Frühjahrsstürme sind ein bekanntes Phänomen, Sandstürme in Mitteleuropa aber in erster Linie die Folge falscher Landnutzung.“

Am Dienstag lagen noch neun Unfallopfer in den Kliniken der Umgebung. Ein Patient wurde in eine Spezialklinik verlegt. In der Rostocker Marienkirche ist am Mittwoch ein ökumenischer Trauergottesdienst geplant.

dpa

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