Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Drama in Boxerfamilie endet mit Schießerei in Berlin
Mehr Welt Panorama Drama in Boxerfamilie endet mit Schießerei in Berlin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:18 02.04.2011
Quelle: dpa (Symbolbild)

Ein blutiges Ende hat ein Drama in einer Boxerfamilie auf einer Sportveranstaltung in Berlin-Karlshorst genommen. Ein 44 Jahre alter Mann schoss nach Polizeiangaben in der Nacht zum Samstag vor einem Kampf mehrmals auf seine Stieftochter - eine Profiboxerin - sowie zwei Sicherheitsleute. Die 25-jährige Leichtgewichtskämpferin und die beiden ebenfalls verletzten 34 und 36 Jahre alten Sicherheitsmänner kamen ins Krankenhaus. Nach Notoperationen sind sie außer Lebensgefahr, wie die Behörden mitteilten.

Der 44-Jährige wurde festgenommen. Ein Ermittlungsrichter erließ am Samstag Haftbefehl, wie der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, der Nachrichtenagentur dpa sagte. Der Vorwurf lautet auf versuchte schwere Körperverletzung, gefährliche Körperverletzung sowie Verstoß gegen das Waffengesetz.

Der Stiefvater sei früher Manager der Boxerin gewesen, berichtete Malte Müller-Michaelis, Geschäftsführer des Veranstalters Arena Boxpromotion. Er bestätigte damit einen Bericht der baden-württembergischen „Südwest Presse“. Der Mann soll demnach Anfang des Jahres im Streit mit seiner Stieftochter auseinandergegangen sein. Die Staatsanwaltschaft sieht nach den Worten Steltners die Hintergründe der Tat auf der Trabrennbahn in Karlshorst noch nicht als geklärt an.

Der Täter hatte vor der Kabine der Boxerin auf die Sicherheitsleute geschossen. „Markerschütternde Schreie aus dem Kabinenbereich“ habe man in der Sporthalle am Boxring gehört, sagte Veranstalter Müller-Michaelis. Nachdem der Stiefvater die Sicherheitsleute niedergestreckt hatte, drang er in die Umkleidekabine ein. Er soll nach Schilderung von Müller-Michaelis alle Anwesenden außer seiner Tochter hinausgescheucht haben. Danach feuerte er mehrere Schüsse auf sie. Die Frau aus Ulm hatte sich gerade auf ihren Kampf vorbereitet.

Nach den ersten Schüssen begann der Veranstalter, die zu der Zeit noch etwa 600 Zuschauer in Sicherheit zu bringen. Alarmierte Polizisten räumten dann die Halle. Sie konnten auch den Täter überwältigen. Seine Waffe wurde sichergestellt.

Die Boxveranstaltung, die bis kurz vor den Schüssen auch vom TV-Sender „Eurosport“ übertragen worden war, wurde von der Polizei nach dem Vorfall beendet. Die Boxerin wollte dort nach Angaben des Veranstalters um den Leichtgewicht-Weltmeistertitel des Boxverbandes IBF kämpfen. Zuvor hatte der frühere WBA-Box-Weltmeister Firat Arslan im Alter von 40 Jahren auf der Veranstaltung sein erfolgreiches Comeback gegeben.

dpa

Zwei Mädchen sind in Krailling heimtückisch ermordet worden. Gut eine Woche lang stand der kleine Ort unter Schock. Dann ist der Onkel der Mädchen als mutmaßlicher Täter gefasst worden - im rund 50 Kilometer entfernten Peißenberg. Dort herrscht nun Entsetzen.

02.04.2011

Aus einem Riss im Reaktorkeller der Atomruine Fukushima sickert verstrahltes Wasser. Die Radioaktivität dort ist lebensbedrohlich. Drei Wochen nach Mega-Beben und Tsunami besucht Premier Kan die Opfer. Westerwelle stattet Japan Solidaritätsbesuch ab.

02.04.2011

Ein 76 Jahre alter Mann ist am Freitagabend in Hamburg bei einem Einsatz der Feuerwehr komplett ausgerastet. Aus Verärgerung darüber, dass ihm bei dem Einsatz der Weg zu seiner Garage versperrt wurde, fuhr der Rentner erst zwei Feuerwehrmänner mit seinem Auto an

02.04.2011