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Panorama Mindestens 504 Menschen starben vergangenes Jahr beim Baden
Mehr Welt Panorama Mindestens 504 Menschen starben vergangenes Jahr beim Baden
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16:35 21.02.2019
Eine Frau der Wasserrettung behält die Badenden im Blick. (Archivbild) Quelle: Markus Scholz/dpa
Hamburg

Mindestens 504 Menschen sind nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im vergangenen Jahr in Deutschland bei Badeunfällen ums Leben gekommen. Das seien 100 mehr als im Jahr 2017 gewesen, teilte die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft am Donnerstag in Hamburg mit.

Den Anstieg mit dem herausragenden Sommerwetter zu erklären, sei zu einfach, sagte DLRG-Präsident Achim Haag. Es könnten leider nicht alle Menschen schwimmen, viele überschätzten sich oder unterschätzten die Gefahren in Gewässern. 407 Badetote waren männlich, 92 weiblich.

80 Prozent der Badetoten sind Männer

Bei den übrigen Todesfällen konnte die DLRG das Geschlecht nicht klären. „Ertrinken scheint ein männliches Problem zu sein“, sagte DLRG-Sprecher Achim Wiese.

Die meisten tödlichen Badeunfälle ereigneten sich an Flüssen und Seen. An Nord- und Ostsee starben 25 Menschen, 3 weniger als 2017. An den Stränden der Ostsee zählte die DLRG 21 Opfer, an der Nordsee 4.

Im Vergleich der Bundesländer hatte Bayern mit 89 erneut die meisten Badetoten. Es folgten mit deutlichem Abstand Nordrhein-Westfalen mit 63 und Niedersachsen mit 61. In Mecklenburg-Vorpommern wurden 31 Todesopfer gezählt. In Schleswig-Holstein kamen 18 Badende ums Leben, in Hamburg 16 und Bremen 9.

Badetote in Sachsen deutlich zurückgegangen

Die Zahl der Badetoten in Brandenburg ist im vergangenen Jahr um rund ein Viertel gestiegen. Während 2018 landesweit 28 Menschen ertranken, waren es im Jahr zuvor noch 22 Todesfälle.

In Sachsen ist die Zahl der Badetoten entgegen dem Bundestrend um ein Drittel zurückgegangen. Während im vergangenen Jahr landesweit 24 Menschen ertranken, waren im Jahr 2017 noch 34 Ertrunkene gezählt worden.

Von RND/dpa