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Panorama Bewährungsstrafe nach Tod von Baby
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11:40 15.04.2016
Der 28-jährige Angeklagte zu Prozessbeginn am 6. April. Quelle: dpa
Braunschweig

Die Staatsanwaltschaft hatte zwei Jahre Haft gefordert, die zu drei Jahren auf Bewährung ausgesetzt werden sollten. Das Gericht folgte der Forderung zum Teil und verhängte eine zweijährigen Haftstrafe, die zu vier Jahren Bewährung ausgesetzt wurde.

Der 28-Jährige hatte die Tat beim Prozessauftakt unter Tränen gestanden. Weder der Mann, noch die als Zeugin geladene Ehefrau konnten den Vorfall erklären. Auch bei der Urteilsverkündung weinte der Angeklagte. Der Vater hatte seinen dreieinhalb Monate alten Jungen im vergangenen September heftig geschüttelt, weil das Kind nicht aufgehören hatte zu schreien. Der Junge war am Tag nach der Attacke im Krankenhaus gestorben.

"Sie leiden noch heute unter dem Geschehenen, das ist deutlich zu sehen", sagte der Vorsitzende Richter. Dennoch gehe das Gericht davon aus, dass der Vater das Kind in dem Moment verletzen wollte. "Sie haben eine Verletzung Ihres Sohnes zumindest billigend in Kauf genommen, auch wenn Sie das schon Sekunden später bitterlich bereut haben." Das Geständnis des Angeklagten und auch die Aussage seiner erneut schwangeren Ehefrau seien für das Gericht aber von hohem Wert gewesen und hätten sich positiv ausgewirkt, sagte der Richter.

Verteidigung und Staatsanwaltschaft erklärten, sie wollten keine Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen. Damit ist es rechtskräftig.

lni

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