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Panorama Atombetreiber Tepco will Zeitplan für Krisenbewältigung nennen
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08:13 17.04.2011
Die Ruine des Atomkraftwerks Fukushima. Quelle: dpa

Der Atombetreiber Tepco wollte noch am Sonntag einen Zeitplan für die Bewältigung der Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima vorlegen. Tepco sei von Regierungschef Naoto Kan angewiesen worden, unter anderem darzulegen, wie die Kühlung der Reaktoren in Fukushima stabilisiert und die Lecks geschlossen werden sollen, aus denen radioaktive Partikel austreten, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Jiji Press am Sonntag. Tepco werde dazu noch am selben Tag eine Erklärung abgeben.

Unterdessen bedankte sich der japanische Außenminister Takeaki Matsumoto bei seiner US-Kollegin Hillary Clinton bei einem Treffen in Tokio für die umfangreiche Hilfe der USA beim Katastropheneinsatz.

Die USA hätten nach dem Erdbeben und Tsunami vom 11. März eine „riesige Unterstützung“ geleistet, sagte Matsumoto. Clinton war am Sonntag aus Seoul kommend zu einem halbtägigen Besuch in Tokio eingetroffen. Die USA helfen Japan unter anderem mit zehntausenden Soldaten und Rettungskräften sowie Atomexperten.

Atomkraftwerksbetreiber Tepco setzt inzwischen ferngesteuerte Roboter ein, um in Reaktor 3 die Strahlendosis, Temperatur und Sauerstoffkonzentration zu messen. Tepco will sicherstellen, dass Arbeiter das Reaktorgebäude betreten können. Sie wollen herausfinden, was notwendig ist, um den Reaktor wieder unter Kontrolle zu bringen. Auch die Reaktoren Nummer 1 und 2 sollen voraussichtlich mit Robotern untersucht werden. Die Geräte sind mit beweglichen Armen ausgestattet und wurden von den USA bereitgestellt.

Der Betreiber der Atomruine in Fukushima hält derzeit rund 360.000 Aktien an KDDI und ist mit einem Anteil von acht Prozent der drittgrößte Anteilseigner nach Kyocera und Toyota. Die Anteile haben laut Nikkei einen Marktwert von 180 Milliarden Yen (1,5 Milliarden Euro). Es sei Tepcos zweitgrößtes Aktienpaket überhaupt.

dpa

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