Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama 13.000 Menschen bilden Kette in Dresden
Mehr Welt Panorama 13.000 Menschen bilden Kette in Dresden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:34 13.02.2016
13.000 Menschen erinnern durch einen symbolischen Akt an die Zerstörung während des zweiten Weltkriegs, indem sie eine Kette bilden. Quelle: dpa
Dresden

Mit zahlreichen Gedenkveranstaltungen ist in Dresden an die Zerstörung der Stadt durch alliierte Bomber im Zweiten Weltkrieg erinnert worden. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) betonte bei einer Kranzniederlegung auf dem St.-Pauli-Friedhof, dass bei dem Gedenken an die rund 25 000 Todesopfer nicht vergessen werden dürfe, wer den Krieg herbeigeführt habe. Auf dem Friedhof liegen von Nazis ermordete Kinder osteuropäischer Zwangsarbeiterinnen.

Ein Mahngang des Bündnisses Dresden Nazifrei führte an verschiedene Punkte der Stadt, an denen NS-Verbrechen begangen oder geplant worden waren. Mit einer Menschenkette, die am Abend die beiden Elbufer der Innenstadt verbinden sollte, wollte Dresden zudem ein Zeichen des Miteinanders gegen Krieg und Gewalt setzen.

Wer verstehen wolle, was am 13. Februar 1945 passiert sei und wie es dazu gekommen sei, müsse zuhören können, sagte Hilbert bei einem Bürgerdialog. Er wünsche sich, dass die Dresdner dies wieder mehr tun, meinte er mit Blick auf die Spaltung der Stadtgesellschaft nach über einem Jahr Pegida.

Eine Gedenkveranstaltung fand auch auf dem Äußeren Matthäusfriedhof, am Güterbahnhof Neustadt statt, von dem aus in der NS-Zeit Juden deportiert wurden. Eine weitere Veranstaltung gab es am Urnenhain Tolkewitz, wo sich eine Gedenkstätte für die Euthanasieopfer der NS-Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein befindet.

Dresden war eine Hochburg der Nationalsozialisten, die bei den Reichstagswahlen 1932 und 1933 in Sachsen besonders gut abschnitten. In der Elbestadt fand die erste Bücherverbrennung und die erste Ausstellung über "Entartete Kunst" statt. Mit dem Gang an die Tatorte in der Stadt will Dresden Nazifrei einer Mythisierung Dresdens als unschuldige Opferstadt entgegenwirken.

Wie in den vergangenen Jahren versuchten auch diesmal Rechtsextreme, das Gedenken zu missbrauchen. Einem Neonazi-Aufmarsch in einem Plattenbauviertel am Stadtrand stellten sich am Freitagabend Hunderte mit lautstarkem Protest entgegen. Die Polizei war mit neun Hundertschaften aus Sachsen, Thüringen und Brandenburg im Einsatz.

dpa

Panorama Rettungsaktion bei Oldenburg - Helfer bei Suche nach Kanuten verletzt

Bei einem Sucheinatz nach dem Fund eines führerlosen Kanus auf der Hunte bei Wardenburg (Kreis Oldenburg) sind am Freitagabend Helfer verletzt worden. Zwei Mitglieder der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) wurden leicht verletzt ins Krankenhaus gefahren, sagte Wardenburgs Ortsbrandmeister Stefan Buschmann.

13.02.2016

Beim Absturz eines Flugzeugs im Landkreis Hildesheim sind am Sonnabend zwei Männer ums Leben gekommen. Die Maschine stürzte auf einen Acker nahe der B1 in Groß Himstedt (Söhlde). Die Ursache ist noch unklar. Einer der Männer stammt aus Langenhagen.

14.02.2016

Eine Spezialeinheit versucht, einen Mann aus der Hamburger Rotlichtszene zu fassen. Bei dem Einsatz schießt ein Beamter - ein Mann wird schwer verletzt. Doch der Gesuchte war es nicht.

13.02.2016