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Panorama Dieser 13-Jährige will mit Skateboard zu Olympia
Mehr Welt Panorama Dieser 13-Jährige will mit Skateboard zu Olympia
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07:46 11.05.2017
Mika Möller hat vor sechs Jahren angefangen zu skaten. 2020 möchte er damit zu Olympia. Quelle: dpa
Osnabrück

Ein Blick in das Kinderzimmer des Jungen verrät: Für ihn gibt es nur das Brett auf Rollen. Außer einem Foto des Moderators Kai Pflaume mit persönlicher Widmung finden sich vor allem Skateboards und Pokale. Mika wird von Beobachtern als „extremes Talent“ beschrieben.
Wenn der Siebtklässler spricht, klingt er abgeklärt. Er sagt häufig „cool“. Für einen 13-Jährigen ist Mika zierlich gebaut und klein. Das sagt er auch selbst über sich. Deswegen schafft er manche Tricks beim Skateboarden noch nicht. Hohe Treppengeländer sind für ihn zum Beispiel nur schwer mit dem Board zu erreichen.

Mika erzählt, dass er vor sechs Jahren angefangen hat zu skaten. Vorher hat er Fußball gespielt und Taekwondo gemacht. Aber am Skaten fand er den meisten Spaß. Im vergangenen Jahr wurde er mit zwölf Jahren Siebter bei der deutschen Meisterschaft, in diesem Jahr norddeutscher Meister.

Sieger in ARD-Show

Schon im Alter von acht Jahren ist er von einem Skateboard-Ausrüster angesprochen worden. „Wir haben früh gesehen, dass Mika extrem talentiert ist“, sagt Daniel Labude, Geschäftsführer der Osnabrücker Filiale seines Sponsors. Eigentlich werden Fahrer erst ab zwölf Jahren mit Boards oder Kleidung ausgerüstet, so Labude, der selbst Skater ist. Aber das Talent von Mika habe sie überzeugt. „Ich bin mir sicher, dass er irgendwann einen großen Sponsor aus der Branche bekommen wird.“

Von Mikas Talent konnte sich im Februar ein Millionen-Publikum überzeugen. In der ARD-Show „Klein gegen Groß“ besiegte er den Europameister Alex Mizurov im „Hippie Jump“. Dabei müssen die Skater über ein Hindernis springen, während ihr Brett darunter entlangrollt. Auf der anderen Seite müssen sie wieder auf das Brett springen. Der Moderator der Sendung, Kai Pflaume, sei ein lockerer Typ, meint Mika. Er hat ihn im Vorfeld der Sendung in Osnabrück besucht und das Foto mit Widmung dagelassen.

Er fährt gegen Ältere

Bei manchen Contests werde Mika in eine höhere Altersklasse eingestuft, weil die Gleichaltrigen keine Chance gegen ihn haben, erzählt seine Mutter Silke Möller. Zu den Wettbewerben wird er von seinem Vater Guido gefahren. Beide Eltern sind stolz auf die Erfolge ihres Sohnes, sagen sie. Von wem er das Talent geerbt hat, wissen sie jedoch nicht. Guido Möller erzählt, er habe mal Judo gemacht. „Aber das ist 20 Jahre her“, sagt er und schlägt mit der Hand auf seinen Bauch.

In der Skateboard-Szene ist die Aufnahme bei Olympia umstritten. Viele meinen, Skaten gehört auf die Straße und solle sich nicht von Olympia vereinnahmen lassen. Mika ist das egal. Er glaubt, eine Qualifikation sei machbar. Dann ist er 16 Jahre alt. „Er wäre auf jeden Fall alt genug“, sagt Michael Schirp, Sprecher des Deutschen Olympischen Sportbunds. Der Deutsche Rollsport- und Inline-Verband (DRIV) hat bereits einen vorläufigen Kader aufgestellt mit 20 Frauen und 20 Männern. „Da gibt es immer die Möglichkeit, nachzurücken“, sagt der DRIV-Sportdirektor Helmut Hilsenbeck.     

Von Thomas Wübker

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