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Welt Polizei schlägt Scheibe ein und befreit Hund aus Auto
Mehr Welt Polizei schlägt Scheibe ein und befreit Hund aus Auto
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17:47 29.05.2018
Symbolbild. Quelle: dpa
Norden

Am Dienstagmittag hat die Polizei auf dem Parkdeck eines Einkaufszentrums in Norden (Ostfriesland) einen Hund in einem Auto entdeckt und befreit. Ein 40 Jahre alter Mann aus Norden hatte trotz der sommerlichen Temperaturen einen kleinen Mischling in einem BMW zurückgelassen.

Vergeblich versuchten die Beamten zunächst, den Halter ausfindig zu machen. Da es dem Hund zunehmend schlechter ging, schlugen die Polizisten die Scheibe des Autos ein. Gegen den Halter wurde ein Verfahren eingeleitet.

Polizei gibt Hinweise zur Rechtslage

Die Polizei Aurich/Wittmund wies nach dem Vorfall auf die aktuelle Rechtslage hin. Grundsätzlich gilt: Wer sein Tier eingesperrt der Hitze überlässt, kann nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes zur Rechenschaft gezogen werden.

Wer ein Tier bei sommerlichen Temperaturen in einem Auto vorfindet, muss zunächst versuchen, den Besitzer ausfindig zu machen. Gelingt dies nicht, sollte die Polizei gerufen werden.

Die Scheibe eines Fahrzeugs darf nur dann eingeschlagen werden, wenn ein so genannter entschuldigender Notstand vorliegt. Das ist der Fall, wenn es dem Tier erkennbar so schlecht geht, dass das Warten auf den Besitzer oder die Polizei eine unmittelbare Gefahr für das Leben des Tieres bedeuten könnte. Die Polizei empfiehlt, die Situation mit Fotos zu dokumentieren.

Wer eine Scheibe einschlägt, ohne die Polizei zu verständigen, riskiert eine Anzeige wegen Sachbeschädigung. Zusätzlich könnten Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden.

Von red.

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