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Welt Norwegische Polizei verteidigt Tötung des Eisbären
Mehr Welt Norwegische Polizei verteidigt Tötung des Eisbären
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17:52 30.07.2018
Weil er einen Mann angriff, wurde ein Eisbär erschossen. Quelle: dpa
Spitzbergen

Die norwegische Polizei hat die Tötung eines Eisbären durch Wachleute eines deutschen Kreuzfahrtschiffs verteidigt. Ein Polizeisprecher sagte am Montag, zwei Mitglieder der Schiffsbesatzung, die am Samstag auf die nördlichste Insel des Spitzbergen-Archipels gegangen seien, hätten zunächst versucht, den Eisbären mit Rufen, lauten Geräuschen und einer Signalpistole abzuwehren. Dies habe aber nichts gebracht. Der Eisbär hatte laut Polizei einen 42-jährigen Deutschen angegriffen, der am Kopf verletzt wurde.

Internationale Empörung über Tötung

Der Eisbär wurde laut dem Kreuzfahrtunternehmen Hapag-Lloyd Cruises letztlich erschossen. Dass er getötet wurde, hat international für Empörung gesorgt. Tierschutzaktivisten sagten, es sei schon falsch, Touristen von der „MS Bremen“ auf Territorium zu lassen, das als Lebensraum der gefährdeten Tierart bekannt sei.

Auch in den sozialen Netzwerken wurde der Vorfall diskutiert. Die Touristen seien „Idioten“, sagte der britische Comedian Ricky Gervais auf Twitter. Eine andere Nutzerin twitterte, wenn diese Art des Tourismus verboten würde, bräuchte man keine Wachleute mehr. Die Eisbären hätten ihre Ruhe und würden nicht für einen Schnappschuss getötet, hieß es weiter.

Eisbären könnten überall auftauchen

Das zu Norwegen gehörende Spitzbergen-Archipel ist bekannt für seine schneebedeckten Berge, Gletscher und Fjorde. Es ist ein beliebtes Ziel für viele Kreuzfahrtschiffe. Auf der Website des Gouverneurs von Spitzbergen heißt es, Eisbären könnten überall auftauchen und Menschen sollten sich von den rund 20.000 bis 25.000 Eisbären, die in der Arktis leben, fernhalten.

2015 hatte ein Eisbär in der Nähe von Longyearbyen einen tschechischen Touristen aus seinem Zelt gezogen. Bevor der Bär durch Schüsse davon gejagt wurde, verletzte er den Touristen am Rücken. Das Tier wurde später gefunden und von den Behörden getötet. Der bei dem jüngsten Vorfall vom Samstag getötete Bär werde nach Longyearbyen gebracht und dort untersucht, sagte Polizeisprecher Ole Jakob Malmo.

Von RND/dpa

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