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07:35 06.11.2018
Syrische Flüchtlinge kommen in das Grenzdurchgangslager Friedland im Landkreis Göttingen. Quelle: dpa
Hannover

Erstmals seit dem großen Flüchtlingszuzug im Jahr 2015 ist die Zahl der nach Niedersachsen kommenden Flüchtlinge auf unter tausend pro Monat gesunken. Dies ergibt sich aus der aktuellen Statistik des niedersächsischen Innenministeriums. Demnach nahm das Bundesland im September 933 neue Flüchtlinge auf, im Vormonat waren es noch 1087. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres kamen 10 216 Migranten ins Land, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 11 213.

Zahlen bundesweit stark zurückgegangen

Den bislang absoluten Höhepunkt der Flüchtlingsbewegungen verzeichnete Niedersachsen im November 2015, als 19 686 Menschen aufgenommen wurden. Im gleichen Jahr lag die Zahl der aufgenommenen Schutzsuchenden bei 102 231. Seitdem sind die Zahlen stark zurückgegangen. Da die Aufnahmequoten für die Bundesländer nach dem Königsteiner Schlüssel berechnet werden, der Bevölkerungszahl und Steueraufkommen berücksichtigt, entspricht die Entwicklung in Niedersachsen dem bundesweiten Trend.

Parallel zu den rückläufigen Zahlen beim Flüchtlingszuzug hatte sich auch die Situation bei der Erstaufnahme entspannt. Die Landesaufnahmebehörde hat in ihren Unterkünften Kapazitäten für 5143 Menschen. Im September lebten dort 3410 Bewohner.

Im gleichen Monat stellten 1336 Menschen in Niedersachsen einen Asylantrag. Von ihnen kamen die meisten aus Syrien (345), gefolgt von den Herkunftsländern Irak (148), Iran (146), Afghanistan (99) und der Türkei (70).

Von lni/RND

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