Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Welt Nase an Nase: Sturer Autofahrer legt Busverkehr lahm
Mehr Welt Nase an Nase: Sturer Autofahrer legt Busverkehr lahm
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:00 03.12.2018
Hier geht's nicht weiter: Autofahrer blockiert Busverkehr im hannoverschen Stadtteil List. Quelle: Tobias Morchner
Hannover

Ein uneinsichtiger Autofahrer hat am Montagmorgen in Hannover den Busverkehr für gut eine halbe Stunde lahmgelegt. Weil er sich weigerte, für einen entgegenkommenden Bus Platz zu machen, ging für gut eine halbe Stunde nichts mehr.

Am Ende musste sogar die Polizei anrücken. Zahlreiche Busse stauten sich in der Straße.

Der Busfahrer hatte wegen eines Umzugswagen, der auf seiner Straßenseite geparkt hatte, in die Fahrbahnmitte ausweichen müssen. Der 50-jährige Fahrer des Mercedes gab gegenüber der Polizei an, er habe wegen des Busses eine Vollbremsung hinlegen müssen.

In der Voßstraße gilt an dieser Stelle Tempo 30. Obwohl auf seiner Spur noch ausreichend Platz gewesen wäre, weigerte sich der Autofahrer, den Mercedes zur Seite zu fahren, um den Bus und alle anderen Fahrzeuge, die sich inzwischen in beiden Richtungen stauten, vorbei fahren zu lassen. Nach Angaben der Üstra soll der Autofahrer den Busfahrer zudem verbal und durch Gesten beleidigt haben.

„Wie alt sind Sie eigentlich?“

Auch als die Polizei vor Ort eingetroffen war, blieb der Mann stur. „Fahren Sie jetzt endlich den Wagen zur Seite, wie alt sind Sie eigentlich“, schrie daraufhin einer der Beamten den uneinsichtigen Autofahrer an. Danach stieg der Fahrer in seinen Mercedes und gab die Strecke frei.

Die Polizei leitete ein Verfahren gegen den Mann ein – zunächst nur wegen einer Ordnungswidrigkeit, weil er seinen Wagen nicht sofort zur Seite gefahren hatte. Inzwischen haben die Einsatzkräfte eine Strafanzeige gegen den 50-Jährigen wegen Nötigung erstellt.

Nachdem der Mercedes-Fahrer zur Seite gefahren und der Bus seinen Weg fortgesetzt hatte, lösten sich die Staus auf beiden Seiten der Voßstraße langsam wieder auf.

Ähnlicher Fall im November

Der Vorfall erinnert an einen Zwischenfall aus dem hannoverschen Stadtteil Zoo, der bundesweit für Schlagzeilen gesorgt hatte. Mitte November standen sich dort eine Radfahrerin und ein Kleinlaster in einer Fahrradstraße gegenüber. Weil keiner für den Gegenüber Platz machen wollte, kam nach gut 40 Minuten die Polizei.

Lesen:
So lustig reagieren Twitter-Nutzer auf die Blockade in der Fahrradstraße

Nach Einschätzungen des ADAC häufen sich Vorfälle dieser Art in jüngster Zeit. „Situationen, in denen Verkehrsteilnehmer vehement auf ihr angebliches Recht im Straßenverkehr pochen, nehmen zu“, sagt Anne Heinrich, die Sprecherin des Automobil-Clubs.

„Leider hat die gegenseitige Rücksichtnahme in den letzten Jahren abgenommen, sowohl unter Autofahrern, als auch zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmern“, sagt Heinrich.

Man könne nur an alle Verkehrsteilnehmer appellieren, lieber einmal mehr auf sein vermeintliches Recht zu verzichten, als am Ende eine Anzeige zu riskieren, sagte die ADAC-Sprecherin weiter.

Von RND

Eine junge Autofahrerin war am Montagmorgen mit ihrem Wagen von der Straße im Landkreis Osnabrück abgekommen. Das Fahrzeug fing sofort Feuer. Zwei Ersthelfer konnten die 23-Jährige rechtzeitig aus dem Auto retten.

03.12.2018

Mit einem äußerst ungewöhnlichen Besuch im Weißen Haus hoffen die Manager von Daimler, VW und BMW die drohenden US-Fahrzeugzölle zu verhindern. Sie wollen auch mit geplanten Milliarden-Investitionen für ihr Anliegen werben.

03.12.2018

Mit Blaulicht und Martinshorn geleiten zwei Funkstreifen eine hochschwangere Frau und ihren Partner in ein Krankenhaus in Hannover. Zuvor verzweifelten die Jungeltern am Verkehr.

03.12.2018