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Welt Nach Protesten: Pakistan lässt freigesprochene Christin nicht ausreisen
Mehr Welt Nach Protesten: Pakistan lässt freigesprochene Christin nicht ausreisen
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22:10 03.11.2018
Unterstützer der Islamistenpartei Tehreek-e-Labbaik haben gegen die Freilassung einer Christin protestiert. Quelle: AP
Islamabad

Die pakistanische Regierung hat sich mit der Islamistenpartei Tehreek-e-Labbaik über das weitere Vorgehen im Fall der wegen angeblicher Gotteslästerung verurteilten Christin Asia Bibi geeinigt. Beide Seiten verständigten sich in der Nacht zum Samstag darauf, dass Bibi das Land nicht verlassen darf, bis die Aufhebung des Todesurteils gegen Bibi durch das Oberste Gericht des Landes noch einmal überprüft wurde. Danach gingen die Proteste von Islamisten zu Ende.

Das Oberste Gericht hatte die 2010 wegen Beleidigung des muslimischen Propheten Mohammed zum Tode verurteilte Bibi am Mittwoch freigesprochen. Seither blockierten Islamisten Straßen, um die Freilassung der fünffachen Mutter zu verhindern. Auf Bildern war zudem zu sehen, wie die Anhänger der Tehreek-e-Labbaik-Partei Bilder der 47-Jährigen verbrannten.

Die pakiatanische Christian, Asia Bibi, bei ihrer Anhörung in einem Gefängnis in Sheikhupura. Quelle: AP/dpa

Bibis Verteidiger Saiful Malook sagte der Nachrichtenagentur AP, Anhänger des radikalen Geistlichen Khadim Hussain Rizvi hätten gedroht, ihn und die Richter umzubringen. Nach Angaben von Bibis Bruder James Masih ist Malook inzwischen ins Ausland geflohen. Das Telefon des Anwalts war abgeschaltet.

Überprüfung des Urteils könnte Jahre dauern

Die Behörden räumten Straßen in mehreren großen Städten, nachdem Anhänger von Tehreek-e-Labbaik ihren Protest aufgegeben hatten. Der Minister für Religiöse Angelegenheiten, Noorul Haq Qadri, erklärte, das Oberste Gericht werde sein Urteil noch einmal prüfen. Eine entsprechende Petition war bereits zuvor eingereicht worden.

Das Gericht hat noch nicht entschieden, wann es sich mit der Petition befasst. Das Gericht ist zwar nicht dafür bekannt, seine Entscheidungen zu revidieren, doch es lässt sich in der Regel Jahre Zeit, um ein Urteil zu überprüfen.

Von RND/AP

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