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Welt Wolf trickst Wissenschaftler aus
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20:30 05.12.2018
Mit einem Peilsender soll ein Wolf bei Munster ausgestattet werden. Doch das Tier geht einfach nicht in die Falle. (Symbolbild) Quelle: Carsten Rehder/dpa
Munster

Das Umweltministerium reagiert auf den vermeintlichen Wolfsangriff im Landkreis Rotenburg. Eine Spezialeinheit soll das dortige Rudel, das aus bis zu neun Wölfen bestehen könnte, einfangen und besendern. Ein Team werde jetzt zusammengestellt, sagte Ministeriumssprecherin Justina Lethen am Mittwoch. Zum Einfangen sollen Schlingen oder weiche Tretfallen verwendet werden, um Verletzungen zu vermeiden.

Ein Gemeindearbeiter hatte angegeben, auf einem Friedhof in Steinfeld von einem Wolf gebissen worden zu sein. Das bestätigte sich bei der Untersuchung von DNA-Proben durch das Senckenberg-Institut in Hessen aber nicht. Auf der Kleidung des Mannes wurden lediglich Spuren von Katzen- und Hundespeichel gefunden. Umweltminister Olaf Lies (SPD) hatte Dienstag dennoch angekündigt, das dortige Wolfsrudel überwachen zu lassen.

Bisher sind Versuche von Wissenschaftlern, Wölfe in eine Falle zu locken und mit einem GPS-Sender auszustatten, offenbar an der Intelligenz der Tiere gescheitert. Seit etlichen Wochen verzweifeln die Forscher an einem Wolfsrudel in Munster. Kein Tier sei in die auf einem Bundeswehrgelände aufgestellte Kastenfalle gelaufen. „Da steht ein Kasten, da soll der Wolf rein“, erklärte Sprecherin Lethen, „der aber ist schlau und geht da nicht rein.“ Bei dem Wolfsrudel im Kreis Rotenburg soll deshalb nun ein externes Unternehmen beauftragt werden, sagte Lethen. Dienstag habe es Gespräche gegeben.

CDU-Generalsekretär Kai Seefried forderte am Dienstag, ein weiteres DNA-Gutachten zu den Bissspuren einzuholen.

Von Marco Seng

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