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Welt Morandi-Brücke muss abgerissen oder gestützt werden
Mehr Welt Morandi-Brücke muss abgerissen oder gestützt werden
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19:31 22.08.2018
Bei dem Brückeneinsturz in Genua starben 43 Menschen. Quelle: Gregorio Borgia/dpa
Genua

Über eine Woche nach dem großen Brückenunglück in der italienischen Stadt Genua ist die Gefahr nach Ansicht von Experten noch immer nicht vorbei. Ein Teil der Reste der eingestürzten Brücke muss demnach schnell abgerissen oder gestützt werden. Das geht aus einem Schreiben einer Expertenkommission an die Behörden vor, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Mittwoch berichtete. Der Autobahnbetreiber hat unterdessen eine neue Brücke innerhalb von acht Monaten angekündigt.

Ein Sprecher des Verkehrsministeriums bestätigte den Bericht. Die Warnung betrifft aber nur den östlichen Rumpf des Morandi-Viadukts, das vor mehr als einer Woche in der italienischen Stadt eingestürzt war: Am Pfeiler, der den Rumpf der Brücke stützt, sei die Korrosion des Materials hochgradig vorangeschritten, sagte die Präfektin von Genua, Fiamma Spena, laut Ansa.

Nach Angaben der Feuerwehr von Montag waren am östlichen Rumpf auffällige Geräusche wahrgenommen worden. Von dem Pylon gehe Gefahr aus, sagte Spena, konnte aber nicht beantworten, ob ein Einsturz droht.

Neue Brücke innerhalb von acht Monaten

„Man muss sicher den Rumpf so schnell wie möglich abreißen“, sagte der Präsident der Region Ligurien und Kommissar für den Wiederaufbau, Giovanni Toti. „Erstens um die Sicherheit zu garantieren, auch wenn das Gebiet bereits geräumt ist und deshalb kein Mensch in Gefahr ist. Zweitens weil ohne den Abriss der Wiederaufbau nicht beginnen kann.“

Der Brückenbetreiber Autostrade per l’Italia hatte angekündigt, innerhalb von acht Monaten eine neue Autobahn-Brücke zu bauen, sobald eine Genehmigung vorliege. Die Brücke war eine wichtige Verkehrsachse, ohne sie droht ein langer Verkehrskollaps.

Durch den Einsturz waren 43 Menschen gestorben. Unter der Brücke liegen einige Wohnhäuser, die bereits evakuiert wurden. Bewohner dürfen auch keine Besitztümer aus den Häusern holen.

Von RND/dpa

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