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Welt Moorbrand schwelt immer noch – weitere Tornado-Flüge geplant
Mehr Welt Moorbrand schwelt immer noch – weitere Tornado-Flüge geplant
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18:41 24.09.2018
Einsatzkräfte der Feuerwehr auf dem Bundeswehr-Testgelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91. Quelle: Mohssen Assanimoghaddam/dpa
Meppen

Nach dem Brand in einem Moor auf einem Bundeswehrgelände im Emsland ist ein Ende der Löscharbeiten noch nicht in Sicht. Vor Ort sei die Lage aber entspannt, sagte ein Sprecher der Bundeswehr am Montag. „Wir haben jetzt die vierte ruhige Nacht in Folge erlebt.“ Die oberirdischen Feuer seien durch die Löscharbeiten und den Regen mittlerweile erloschen, allerdings gebe es noch unzählige unterirdische Glutnester. Die Bilder einer Wärmebildkamera würden weiter ausgewertet.„Auf der Oberfläche brennt gar nichts“, sagte der Sprecher. Das Problem bestehe darin, dass es im Moor auch wasserundurchlässige Schichten gebe und man daher geeignete Stellen zum Löschen suche.

Deshalb setzt die Bundeswehr ihre Tornado-Aufklärungsflüge über dem brennenden Moor im Emsland fort. Der Flieger solle am Dienstag wieder starten, teilte ein Sprecher am Montag in Meppen mit. Schon am Wochenende gab es Aufklärungsflüge.

Katastrophenalarm bleibt bestehen

Die Lage sei derzeit stabil. Auch der Landkreis Emsland sah keine Lageänderung, sagte ein Sprecher. Der Katastrophenalarm solle aber vorerst nicht aufgehoben werden: „Die Situation, insbesondere für Stavern, ist entspannt. Die Witterungsbedingungen haben uns in die Karten gespielt.“ Aus Sorge vor einem Übergreifen des Brandes auf den benachbarten Ort Stavern hatte der Landkreis am Freitag den Katastrophenfall ausgerufen.

Wann der Katastrophenalarm aufgehoben werden könne, hänge wesentlich vom Verlauf der Löscharbeiten ab. Experten schließen nicht aus, dass es noch Monate dauern kann, bis der Schwelbrand gelöscht ist.

Ministerium: Moorbrand hat wichtigen Lebensraum zerstört

Die anhaltende Bekämpfung des Moorbrands auf einem Testgelände der Bundeswehr bei Meppen hat am Montag auch den Umweltausschuss des Landtags beschäftigt. Nach Einschätzung des Umweltministeriums hat der Moorbrand zu nachhaltigen Schäden für Umwelt und Tierwelt geführt. Wichtiger Lebensraum sei durch den noch immer nicht gelöschten Brand verloren gegangen, teilte das Ministerium mit. Belastbare Schätzungen zur Höhe des ausgestoßenen Kohlendioxids seien noch nicht möglich.

Keine Grenzwerte überschritten

Gesundheitlich relevante Grenzwerte seien nach bisherigen Messungen im Umfeld des Moores jedoch nicht überschritten worden, sagte der Referatsleiter für Brand- und Katastrophenschutz im Innenministerium, Klaus Wickboldt. Ein Ingenieurbüro sei mit kontinuierlichen weiteren Messungen beauftragt worden. Als Hauptproblem bei dem Moorbrand bezeichnete der Referatsleiter die mangelhafte Koordination mit der Bundeswehr. Sollte die Bundeswehr für das Entstehen des Brandes verantwortlich sein, könne sie zudem zur Kompensation von Schäden herangezogen werden, sagte ein Zuständiger des Umweltministeriums in der Ausschusssitzung.

Helikopter-Unternehmen feuerte Raketen ab

Das Feuer wurde vor rund drei Wochen mit einem Raketentest ausgelöst. Am Wochenende kam raus: Ein privates Helikopter-Unternehmen hat die Raketen abgefeuert, nicht die Bundeswehr.

Der Landkreis Emsland hatte am Freitag den Katastrophenfall ausgerufen. Die Bekämpfung eines Moorbrandes ist besonders schwierig, weil der Brand sich nicht von oben nach unten ausdehnt, sondern auch unter der Oberfläche wütet. Der Regen am Wochenende verbesserte die Lage leicht. Auch aus der Region Hannover waren zahlreiche Feuerwehrleute im Einsatz.

Von dpa/RND

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