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Medien Lieber nicht mit fremden Federn schmücken
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00:17 25.02.2015
Diese Symbole beschreiben die Lizenzen für Creative-Commons-Inhalte. Quelle: Andrea Warnecke

Grundsätzlich macht das Urheberrecht keine Unterschiede zwischen Privatleuten und gewerblichen Anbietern. „Ein Privatmensch ist in dem Moment, in dem er kommerzielle Plattformen wie Youtube, Facebook oder Twitter benutzt, gar kein Privatmensch mehr“, erklärt der auf Internetrecht spezialisierte Rechtsanwalt Michael Terhaag. „Indem man dort etwas hochlädt, wird das jeweilige Werk zumindest von dem Betreiber der Plattform und gegebenenfalls auch von demjenigen, der etwas hochlädt, kommerziell genutzt.“

Voraussetzung für eine Urheberrechtsverletzung ist, dass man einen Text, ein Musikstück, ein Foto oder ein Video öffentlich zugänglich macht. Doch kann man schon von Veröffentlichung sprechen, wenn man etwas nur für einen beschränkten Nutzerkreis zur Verfügung stellt? Meistens schon, sagt Anwalt Terhaag: „Auch wenn man es nur den eigenen Facebook-Freunden zugänglich macht, handelt es sich in aller Regel um eine Veröffentlichung.“

Eine private Nutzung dürfte nur vorliegen, wenn man ein Werk online einem sehr eng begrenzten Kreis von höchstens 15 Personen zeigt. Eine Ausnahme des Urheberrechts bildet das sogenannte Zitatrecht – allerdings nur in engen Grenzen. „Man sollte wissen, dass die Nutzungsfreiheiten sehr kurz greifen“, erklärt Jurist Till Kreutzer, Redaktionsleiter des Portals „irights.info“. Das Zitatrecht gelte nur, wenn man sich mit fremden Werken auseinandersetzt. Auch die Länge von Zitaten ist stark begrenzt. Dabei gibt es allerdings keine absoluten Grenzen. „Im Gesetz steht lediglich, dass Zitate einen angemessenen Umfang nicht überschreiten dürfen“, sagt Kreutzer. Wie viel jedoch „angemessen“ sei, hänge immer von der Gesamtlänge des zitierten Werks und auch von der Länge des eigenen Werks ab.

Wer fremde Bilder, Musik oder Filme verwenden möchte, für den gibt es zahlreiche kostenlose Alternativen. Freie Inhalte, sogenannte Creative Commons, erlauben es jedermann, fremde Werke unter bestimmten Bedingungen kostenlos zu veröffentlichen. Das bedeutet aber nicht, dass Internetnutzer mit Creative-Commons-Material anstellen dürfen, was sie wollen. „Es ist ein Vertrag, der da zustande kommt“, erklärt Kreutzer. Es sei daher wichtig, die jeweiligen Lizenzbedingungen einzuhalten – ansonsten ist das wieder eine Rechtsverletzung.

Von Sebastian Knoppik

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