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ZDF setzt Politsatire mit Bernhard Schütz fort

TV-Satire „Eichwald, MdB“ ZDF setzt Politsatire mit Bernhard Schütz fort

Die Serie „Eichwald, MdB“ wurde von Kritikern stürmisch gefeiert – endlich gute deutsche Politsatire. Bedingt durch den späten Sendeplatz bei ZDFneo waren die Quoten schlecht. Trotzdem wird es 2018 eine zweite Staffel um den intriganten Bundestagsabgeordneten geben.

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Gummibaum auf dem Flur: Hajo Eichwald (Bernhard Schütz) hält nichts von modernem Kram wie Joggen, Smoothie, Twitter. Er trinkt und isst lieber und spinnt seine Intrigen.

Quelle: ZDF

Mainz. Die Kritiker liebten Hans-Josef Eichwald alias Hajo, diesen opportunistisch-intriganten Altpolitiker, der noch nach Bonn roch statt nach Berlin. Bernhard Schütz, Star der Berliner Volksbühne, spielte den gern bei Speis und (alkoholhaltigem) Trank derb zulangenden Althasen im Politgeschäft begnadet vorstellbar. Eichwald wusste, wie er kriegt, was er will, wenn er etwa einem Konkurrenten eine Prostituierte unterschiebt. Was Twitter ist oder ein Smoothie weiß er hingegen nicht. Brauchte er auch nicht zu wissen. Wie üblich legte man auch dieses Satirejuwel auf einen Sendetermin ins Herz der Nacht. Der Publikumszuspruch für den TV-Politiker war somit voraussehbar verhalten (150 000 beim ersten Auftritt im Mai 2015 bei ZDFneo). Trotzdem wird „Eichwald, MdB“ jetzt mit einer zweiten Staffel fortgesetzt. Qualität setzt sich eben doch durch. Manchmal.

Neue Zeiten – Populisten sprießen wie Pilze

Vorgesehen ist der Dreh der Staffel (6 Folgen à 30 Minuten) für Frühjahr 2018 in unveränderter Besetzung mit Bernhard Schütz als Hajo Eichwald, Lucie Heinze als Julia, Rainer Reiners als Berndt und Leon Ullrich als Sebastian. In den Nebenrollen sind unter anderen wieder Maren Kroymann als Hanke und Robert Schupp als Bornsen zu sehen.

Die neuen Folgen setzen drei Jahre nach den Ereignissen der ersten Staffel und in einer neuen Legislaturperiode an. Die Welt hat sich verändert, Populisten sprießen global wie Pilze aus dem Politboden. Eichwald, der seinen Bochumer Wahlkreis mit kaum 300 Stimmen Vorsprung gegen einen jungen dynamischen Mann von Rechts verteidigen konnte, hat politische Erfolge nötiger denn je. Er sieht sich schon bald mit einem Dopingskandal im Fußball konfrontiert, der auch politische Konsequenzen hat.

Mit dem deutschen Volk als Arbeitgeber

Auf dem langen Weg nach oben hat Eichwald die meisten seiner Ambitionen verloren. Er ist ein stinknormaler Arbeitnehmer im Präpensionierungsalter, die innere Kündigung ist vollzogen – nur dass sein Arbeitgeber das deutsche Volk ist. Bei seiner Abgeordnetentätigkeit wird Hajo Eichwald unterstützt von der jungen, schlagfertigen Büroleiterin Julia, seinem alten Weggefährten und Referenten Berndt sowie dessen mit allen digitalen Wassern gewaschenen Kollegen Sebastian. Auf dem Papier des Grundgesetzes ist Eichwald natürlich nur seinem Gewissen verantwortlich, im Berufsalltag hat dann aber doch meist seine Fraktionschefin Birgit Hanke das Sagen.

Wie schon bei der ersten vierteiligen Staffel ist Stefan Stuckmann Showrunner und Autor. Auch hinter der Kamera setzt das ZDF auf das Team der ersten Staffel: Fabian Möhrke (Regie), Timon Schäppi (Kamera) und Thomas Krause (Schnitt). Produzenten der Kundschafter Filmproduktion sind Dirk Engelhardt, Andreas Banz, Matthias Miegel und Robert Thalheim.

Von big/RND/ZDF

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