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Medien Witzige Moderatoren und fehlende TV-Stars beim Fernsehpreis
Mehr Welt Medien Witzige Moderatoren und fehlende TV-Stars beim Fernsehpreis
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06:57 03.10.2012
Die Moderatoren, Oliver Welke (r) und Olaf Schubert, gedenken bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises im Coloneum in Köln dem verstorbenen Schauspieler Dirk Bach. Quelle: dpa
Köln

Die Comedy-Elite, Michael Kessler, Heinrich Schafmeister und auch Tatort Kommissar Dietmar Bär, posierten mit "Danke Dirk"-Aufklebern vor dem Boulevard.

Und obwohl ein Platz leer blieb – die Verleihung war trotzt ZDF-Regie in diesem Jahr, eine der witzigsten seit langem, so jedenfalls die Mehrheitsmeinung. Wohl auch dank des Moderatoren-Duos aus Heute-Show-Moderator Oliver Welke und Comedian Olaf Schubert.Seit 14 Jahren wird der Deutsche Fernsehpreis in Kooperation der vier größten Sender, ARD, ZDF, RTL und Sat.1, vergeben – eine selten konkurrenzlose Veranstaltung nach dem Vorbild der US-amerikanischen Emmys.

Und dann doch nur eine von vielen beliebigen Preisverleihungen im deutschen Fernsehen, die mit den immer gleichen Kategorien aufwarten. Bester Schauspieler, beste Comedy, beste Dokumentation.Vor Jahren schon entbrannte Kritik am Fernsehpreis, dass die eigentlichen Macher, die die hinter der Kamera arbeiten, keine Erwähnung finden würden. In diesem Jahr gab es nur wenige Stunden vor der prunkvollen Gala die Reaktion darauf: 2013 will die deutsche Akademie für Fernsehen einen Tag vor der Verleihung ihren eigenen Preis fùr kreative Einzelleistungen in der Branche vergeben.

Als kreative Einzelleistung gilt auch die Arbeit der Bild und Tonfabrik, die die Talkshow Roche und Böhmermann seit Frühjahr diesen Jahres auf die Beine stellen. Für die beiden Firmengründer und Studenten der Kunsthochschule Köln, Phillip Käßbohrer und Matthias Schulz gab es den Förderpreis. Eine der Überraschungen des Abends.

Der Rest – absehbar. Wotan Wilke Möhring  wurde die Trophäe als bester Schauspieler für "Der letzte schöne Tag", ein Film über einen Familienvater, der angesichts des Selbstmords seiner Ehefrau wie im Schockmodus zu funktionieren scheint, verliehen. Frank Elster, der Mann der bei einem Glas Rotwein "Wetten, dass ...?" erfunden haben soll, bekam drei Tage vor der 200. Sendung der größten deutschen Familienshow den Ehrenpreis für sein Lebenswerk. Natürlich hat der auch Montagsmaler gemacht. Da erinnert sich nur kaum noch einer dran. Und weil die Moderations- und Mutprobenkumpel Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Unlauf derzeit auf einer beneidenswerten Erfolgswelle schwimmen, beim Preis für die beste Unterhaltungssendung aber trotzdem leer ausgingen, gab es schnell noch den Preis für besondere Leistung Unterhaltung.

Ansonsten glänzte die wirklich große Fernsehprominenz durch Abwesenheit. Markus Lanz – keine Zeit vor der "Wetten, dass ...?"-Premiere am Sonnabend. Jörg Pilawa – mit der Familie in den Herbstferien. Jauch, Gottschalk, Schmidt – ebenfalls nicht da. Warum, darüber lässt sich vor allem im Fall von Gottschalk und Schmidt fabelhaft spekulieren: Wollten sich die beiden Altmeister der deutschen TV-Unterhaltung nicht der Schmach aussetzen, nach ihrem persönlichen Krisenjahr 2012 zum Nebendarsteller unter all den Gewinnern des Abends zu werden? Oder hat die Veranstaltung ihren Reiz verloren? Verzichtet man lieber aufs langwierige Live-Erlebnis, wenn man zwei Tage später im Zusammenschnitt die emotionalsten Momente gemütlich von der Couch verfolgen kann? Möglich. Denn im Fernsehen gibt es die Gala erst am Donnerstagabend im ZDF zu sehen. Die Champions League geht vor. 

Nora Lysk

Wie ein Schatten, so hieß es im Vorfeld, sollte er über allem liegen. Dirk Bach. Doch die Branche ist schnelllebig und will vor allem feiern. Bach, der nur einen Tag vor der Verleihung des 14. Deutschen Fernsehpreises starb, wurde zum Nebendarsteller.

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