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15:32 16.02.2016
Provokation: Ein Schweizer Koch (r.) serviert seinen Gästen angeblich Katzenfleisch. Quelle: La Table Suisse / Vegetarierbund Deutschland
Berlin

"Ich bin sehr stolz darauf, dass alle meine Gäste meine Arbeit schätzen", sagt Moritz Brunner, Schweizer und Koch des Restaurants "La Table Suisse" in einem kurzen Youtube-Video. Gerade hat er ein Gericht zubereitet, es ist ein altes Rezept seiner Großmutter und heißt: "Büsirücken". "Es ist das zarteste Stück der Katze", erklärt Brunner und schneidet eine tote Katze in Scheiben. "Warum sind so viele Menschen dagegen, Hunde und Katzen zu essen?", fragt er. "Wenn man Hühner und Schweine isst, ergibt es keinen Sinn, nicht auch andere Tiere zu essen."

Vegetarier provozieren Fleischesser

Dieses Video wurde am 9. Februar veröffentlicht, nach eigenen Angaben wurde die Verantwortlichen daraufhin beschimpft und bedroht. "Uns war zwar bewusst, dass unsere Art zu kochen provokativ ist", erklärten sie auf der Facebook-Seite von "La table Suisse". "Aber dass die Drohungen und Beleidigungen ein solches Ausmaß erreichen würden, hätten wir nicht gedacht." Diese Reaktionen waren aber einkalkuliert. Die Macher des Videos wollten eine Reaktion provozieren – erst nach mehreren Tagen lösten sie auf, was hinter dem Clip tatsächlich steckt.

Warum essen wir manche Tiere und andere nicht?

Am 9. Februar wurde das Video von La Table Suisse veröffentlicht, ein Schweizer Restaurant, das Hunde- und Katzenfleisch serviert. Im Video stellt ein Küchenchef die ethische Frage, warum Menschen dagegen sind, #Hunde und #Katzen zu essen, wenn sie regelmäßig andere Tiere verzehren. Das Video verweist auf die Website des Restaurants, auf der Kunden das Menu einsehen und einen Tisch buchen können. In nur eine Woche wandelte sich das Video zu einem viralen Phänomen, wurde von der Presse in 25 Ländern auf 4 Kontinenten aufgegriffen und hat geschätzte 10 Millionen Menschen erreicht. Manche Berichte vermuteten, dass das Restaurant nur "ein brillanter Scherz" sein könnte, aber die meisten Medien haben dennoch die Tatsache hervorgehoben, dass "das Video ... zu einer wichtigen Frage führt ... Ist es wirklich in Ordnung, ein Schwein oder eine Kuh zu essen, während man gleichzeitig dagegen ist, Katzen und Hunde zu essen?" Gestern hat der VEBU - Vegetarierbund Deutschland eine Pressemitteilung herausgegeben, in der er sich gemeinsam mit Beyond Carnism (und mit der Unterstützung von Swissveg) für das Video verantwortlich zeichnet. Kurz danach haben deutsche und luxemburgische nationale TV- und Printmedien Interviews mit Pressesprechern von VEBU, Beyond Carnism und Swissveg durchgeführt, in der die Ethik des Tiere Essens diskutiert wurde. Heute veröffentlicht Beyond Carnism eine englische Pressemitteilung, bei der wir unsere Motivation für das #LaTableSuisse erklären: Um Bewusstsein für #Karnismus zu schaffen. Der Begriff bezeichnet ein unsichtbares System aus Überzeugungen, das Menschen darauf konditioniert, nur bestimmte Tierarten zu essen und andere nicht. Die realistische Darstellung der Katze (die aus Silikon bestand) zielte darauf ab, Zuschauern einen Ruck zu geben, damit sie ihre 'karnistische' (bzw. anerzogene) Sichtweise kurzzeitig aufgeben, so dass sie über die Ethik des Tiere Essens rationaler nachdenken, und schlussendlich Entscheidungen treffen können, die mehr das widerspiegeln, was sie authentisch denken und fühlen, anstelle von dem, was sie gelernt haben, zu denken und zu fühlen. Obwohl das Video eine starke emotionale Reaktion bei sowohl Veganern als auch Fleischessern hervorgerufen hat, schätzen wir dennoch die Tatsache, dass es den meisten Menschen ermöglicht wurde, den Gesamtzusammenhang zu sehen und die Wichtigkeit des Videos erkannten, in einen lebendigen öffentlichen Dialog zu treten. Und obwohl wir es bedauern über manche Missverständnisse der Schweizer Kultur, die aus dem Video entsprungen sind, zu hören, schätzen wir dennoch, dass die Mehrzahl der Menschen erkannt haben, dass das La Table Suisse kein Kommentar zu der tatsächlich sehr seltenen Schweizer Tradition des Hunde- und Katzenverzehrs war, sondern viel mehr ein Kommentar zu der täglichen, weltweit praktizierten Tradition des Fleischkonsums generell. Die Website des La Table Suisse (www.latablesuisse.com) enthält nun Informationen über Karnismus und #Veganismus. Und das Video des La Table Suisse hat ein neues Ende, das Menschen dazu ermutigt, ihre Entscheidung des Fleischkonsums zu hinterfragen. Bitte helft uns dabei, das Bewusstsein für Karnismus zu steigern und teilt dieses Video mit euren Freunden. Vielen Dank.

Gepostet von ProVeg Deutschland am Dienstag, 16. Februar 2016

Das Video habe darauf abgezielt, "Zuschauern einen Ruck zu geben", erklärte der Vegetarierbund Deutschland, der zusammen mit mehreren Partnern hinter der Aktion steckt. Die Menschen sollten mit dem Video zum Nachdenken angeregt werden: "Es macht keinen Unterschied, ob man Hunde und Katzen oder Schweine und Rinder isst." Bei allen Tieren handle es sich um empfindsame Lebewesen. "Am Besten ist es, einfach gar keine Tiere zu essen."

Schweizer reagieren erbost

Nach Ansicht des Vegetarierbundes ist das auch gelungen. Der Verband verwies auf die Kommentare auf seiner Facebook-Seite. Dort wurde die Aktion aber auch kritisiert – von Schweizern. "Es ist Rufschädigung gegenüber der Schweiz", schimpfte ein Nutzer. Dass alles nur inszeniert worden war, beruhigte sie nicht: Der Vegetarierbund stellte klar, dass Koch Moritz Brunner nur ein Schauspieler sei, dass es das Restaurant nicht gebe und dass in dem Video keine Katze gekocht und verspeist werde.

wer

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