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Medien ARD zeigt letzten „Tatort" vor den Ferien
Mehr Welt Medien ARD zeigt letzten „Tatort" vor den Ferien
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00:15 24.06.2013
Von Nicola Zellmer
Ungleiches Trio: Kai Perlmann (Sebastian Bezzel, von links) und Klara Blum (Eva Mattes) begegnen zum zweiten Mal ihrem Schweizer Kollegen Matteo Lüthi (Roland Koch). Quelle: ARD
Konstanz

Manchmal ist der beste Job nur quälende Routine. So wirkt auch der Konstanzer Kommissar Kai Perlemann (Sebastian Bezzel) arg lustlos, als er mit seiner Kollegin Klara Blum (Eva Mattes) eine Polizeiaktion leitet. „Ich habe neulich einen Brief von der Beamtenversorgung gekriegt“, sagt Perlemann. „Die wissen jetzt schon, was ich mit 66 Jahren mache.“ Schneller als es sich der Kommissar wünschen kann, ist die Routine dann aber vorbei. Während Perlemann und Blum noch ihren Verdächtigen verhaften, hält im Konstanzer Hafen die Autofähre aus dem schweizerischen Romanshorn. Und einer der Passagiere sitzt tot im Wagen.

Jochen Heigle heißt der aus Konstanz stammende Bauklempner, um dessen Fall sich Klara Blum bald mit ihrem knurrigen Schweizer Kollegen Matteo Lüthi (Roland Koch) streiten muss. Denn das Opfer war zwar Deutscher, aber die Fähre gehört zur Schweiz. Wie es scheint, will Lüthi seinen Tod schnell als Selbstmord zu den Akten legen. Zumal sich herausstellt, dass Heigle nicht nur eine Spritze im Auto hatte, sondern an fortgeschrittener Leukämie litt.

Klara Blum allerdings ist nicht bereit, den Fall so schnell zu vergessen. Und so entspinnt sich zwischen der deutschen Kommissarin und dem Schweizer Kollegen ein Kräftemessen, das von gegenseitiger Konkurrenz, aber auch von Faszination geprägt ist. Dem Bodensee-„Tatort“ gibt der Auftritt Lüthis – wie schon in dem spannenden Missbrauchsfall „Nachtkrapp“ von 2012 – genau den richtigen Pep. Nur dass diesmal unklar ist, auf wessen Seite der Schweizer Kommissar eigentlich steht.

Denn Jochen Heigles Geschichte ist längst nicht so einfach, wie es anfangs aussieht. Das wird schon in der Krebsklinik bei dem wenig vertrauenswürdigen Prof. Dorle klar, der erzählt, dass der Leukämiekranke an einer Studie für ein neues Medikament teilgenommen hat. Und ebenso in der Krebsselbsthilfegruppe, wo er als Zweifler und Querulant galt. Denn die meisten der schwerkranken Leukämiepatienten setzen viel Hoffnung auf das Präparat „Melambozil“.

Oder sie sind auf die Spenden des Pharmakonzerns Sanortis für Typisierungsaktionen angewiesen wie Tobi Henning (Tim Egloff), der verzweifelt nach einem Knochenmarkspender für seinen Sohn Jonas sucht. Seiner lebenslustigen Schwester Mia (Natalia Rudziewicz) kann übrigens auch Kai Perlemann nicht widerstehen, der sich an Ort und Stelle für die Spenderkartei werben lässt.

Regisseur Elmar Fischer hat „Letzte Tage“ (Drehbuch: Stefan Dähnert) als stimmige Parallelgeschichte von Wirtschaftskrimi in der Pharmabranche und Auseinandersetzung mit der Krebskrankheit inszeniert. Gelungen ist vor allem der Einblick in die Gefühlswelt der Betroffenen. Der Zuschauer durchleidet mit dem Krebskranken seine Verzweiflung, ist beteiligt an den Fluchtversuchen aus der Realität, am Aufbäumen gegen das Schicksal und der nicht auszulöschenden Hoffnung, das Unvermeidliche vielleicht doch noch abwenden zu können.

Das Action-Adventure „The Last of Us“ ist das wohl letzte große Spiel für die aktuelle Videokonsolengeneration. Das Besondere an „The Last of Us“ ist, dass in dem Titel viele Elemente kulminieren, die diese Spiele-Ära geprägt haben.

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