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Medien 25 Jahre „Mrs Mittagsmagazin“
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12:05 27.09.2014
Sie ist das Gesicht der Sendung, „Mrs Mittagsmagazin“, ist seit 1989 dabei. Quelle: dpa (Archivbild)
Mainz

An den Start des ZDF-„Mittagsmagazins“ kann sich Susanne Conrad sehr gut erinnern. Die Premiere am 
2. Oktober 1989 fiel in die Zeit vor dem Mauerfall, als Tausende DDR-Bürger aus der DDR nach Ungarn flohen. „So hatten wir in der ersten Sendung zum Beispiel ein junges Flüchtlingspaar, das erst am Abend vorher über die Grenze gekommen war“, sagt die 56-Jährige.

Die erste der inzwischen über 3000 Sendungen moderierten zwar ihre Kollegen Marina Ruperti und Ekkehardt Gahntz, aber Susanne Conrad gehört zum ersten Moderatorenquartett. Sie ist das Gesicht der Sendung, „Mrs Mittagsmagazin“, ist seit 1989 dabei – seit nun 25 Jahren. Ein Vierteljahrhundert, aus dem es viel zu erzählen gibt. Das Geiseldrama in einer Schule in Beslan in der russischen Teilrepublik Nordossetien 2004, bei dem 334 Menschen getötet wurden – darunter 186 Kinder –, fiel zeitlich in die Sendung. „Da haben wir damals von einer Minute zur nächsten die ganze Sendung über den Haufen geworfen und live nur darüber berichtet“, sagt Conrad. Ein anderes Erlebnis waren die Anschläge in den USA. „Am Tag nach dem 11. September habe ich siebeneinhalb Stunden im Studio gestanden, moderiert und interviewt. Manchmal wussten wir nicht, was wir in den nächsten fünf Minuten senden würden.“

Die gebürtige Freiburgerin wuchs im Schwarzwald auf. Neben ihrem Studium arbeitete sie für den Südwestfunk. Nach ihrem Staatsexamen für Lehramt an Gymnasien ging sie zum ZDF. Von 1986 bis 1989 war sie Redakteurin und Moderatorin der Nachrichtensendung „heute“. Dann ging’s zum neuen „MiMa“. Vor über zehn Jahren erhielt Conrad die Diagnose Brustkrebs. Kurz darauf starben beide Eltern. Ihre Familie half ihr dabei, diese Zeit zu bewältigen. Sie verarbeitete ihre Erfahrungen in dem Buch „Sterben für Anfänger“. Darin plädiert sie dafür, den Umgang mit dem Tod neu zu lernen. Wenn sie nach vorne blickt, ist ihr „Mittagsmagazin“ für sie immer noch ein Format der Zukunft. „Das Bedürfnis der Zuschauer ist nach wie vor sehr groß, zur Mitte des Tages schon zu erfahren, was sich in der Welt tut. Da können wir als Livesendung auch ganz spontan reagieren.“

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