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Medien Sammelklage gegen Apple in den USA
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19:16 26.04.2011
Wegen der heimlichen Speicherung von Nutzerdaten haben jetzt zwei US-Amerikaner Apple verklagt. Quelle: dpa

Neben der Sammelklage zweier Nutzer gegen Apple erhöhte auch die Politik am Wochenanfang den Druck und lud das Unternehmen zu einer Anhörung, bei der sich auch Google zur Speicherung von Ortsdaten bei Geräten mit dem Betriebssystem Android äußern soll. Apple blieb seiner verschlossenen Linie treu und äußerte sich nicht.

Vergangene Woche war bekannt geworden, dass Apple-Geräte dauerhaft und kontinuierlich Informationen über die jeweiligen Aufenthaltsorte der Nutzer speichern. Betroffen sind iPhones sowie iPads mit Mobilfunkverbindung, die mit Version 4 des Betriebssystems iOS laufen. Die Informationen werden weder an Apple noch an andere weitergeleitet. Datenschützer kritisierten die Speicherung.

Laut der Klageschrift vom 22. April fordern die Kläger Vikram Ajjampur und William Devito, dass das Bezirksgericht Apple die Sammlung von Ortungsdaten untersagt. Zudem verlangen sie eine Erstattung des Kaufpreises, weil sie in Kenntnis der Datenspeicherung die Produkte nicht gekäuft hätten.

Auch die amerikanische Politik erhöht den Druck auf Apple und Google. Die beiden Unternehmen wurden zu einer Anhörung in einem Senatsausschuss geladen. Sie sei am 10. Mai angesetzt, sagte der Ausschussvorsitzende, Senator Al Franken. Generalstaatsanwältin Lisa Madigan aus Illinois hat Apple und Google zu einem Treffen geladen. „Ich will wissen, ob die Kunden darüber informiert worden sind, was von Apple und Google aufgezeichnet und gespeichert wird und ob diese Funktionen abgestellt werden können“, erklärte sie in einer Mitteilung. Der Schutz der Privatsphäre sei wichtig.

Apple hat noch keine Stellung genommen zu der massiven Kritik an der Praxis. Ein Bericht des Blogs MacRumors, wonach sich Firmenchef Steve Jobs in einer Mail an einen Kunden dazu geäußert haben soll, wurde von dem Unternehmen nicht bestätigt. Dem Blog zufolge soll Jobs geschrieben haben, dass Apple kein Tracking betreibe, also Nutzerbewegungen nachvollziehe: „Die kursierende Information ist falsch.“

dpa

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