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Medien Polizei: Star-Wars-Spoiler sind keine Straftat
Mehr Welt Medien Polizei: Star-Wars-Spoiler sind keine Straftat
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18:35 17.12.2015
Filmszene aus "Star Wars: Das Erwachen der Macht": Spoilern ist nicht strafbar, wie die Polizei Frankfurt jetzt klarstellte. Quelle: Walt Disney/dpa/Twitter/Polizei Frankfurt
Frankfurt

Kaum ist die langersehnte Fortsetzung der "Star Wars"-Reihe in den Kinos, gibt es schon Ärger über verratene Geheimnisse der Handlung. "Wegen der Technologie weiß heute jeder sofort alles", sagte Regisseur J.J. Abrams (49) am Donnerstag in London. Das sei "deprimierend", weil es die Spannung verderbe.

Aber: "Spoilern ist und bleibt keine Straftat", teilte die Polizei Frankfurt (Main) am Mittwoch mit. Und sie machte deutlich, was sie selbst davon hält: "Ja, finden wir auch blöd – aber wir machen die Gesetze ja nicht!" Zwar habe sich noch niemand über Spoiler bei ihnen beschwert, erklärte eine Polizeisprecherin auf Nachfrage. Aber seit Tagen beklagen sich "Star Wars"-Fans im Internet darüber, dass die Geschichte von "Das Erwachen der Macht" bereits verraten wurde – noch bevor sie selbst den Film sehen konnten. Genau das ist mit Spoilern gemeint.

Wie gut ist "Star Wars VII"? Die Filmkritik zu "Das Erwachen der Macht" finden Sie hier.

Polizei: Spoilern sollte strafbar sein

Die Polizei Frankfurt habe deshalb den (nicht ganz ernst gemeinten) Tweet "proaktiv" veröffentlicht, berichtete die Sprecherin. Für den Fall, dass sich jemand bei den Gesetzeshütern über Spoiler beschweren wolle. Die Beamten würden dann auch gerne helfen. Wahrscheinlich sind sie selbst Filmfans. Aber sie dürfen nicht gegen Spoiler vorgehen. Genauso wenig wie ihre Kollegen in den USA: Die Polizei von Philadelphia hatte zuerst die Idee für den Tweet gehabt. Ja, Spoilern sollte strafbar sein, schrieben sie. Aber das hätten sie selbst leider nicht in der Hand.

Harte Strafen im "Star Wars"-Gesetzbuch

Und das "Star Wars Gesetzbuch" – abgekürzt: StGB –  gilt weder in den USA, noch in Deutschland. Sonst würde das "Spoilern von Star Wars" "mit einer Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren bestraft", wie Twitter-Nutzer BerndGrimm schrieb. "In besonders schweren Fällen" sei sogar "auf lebenslange Freiheitsstrafe zu erkennen". Das wäre dann aber auch eine deutlich zu harte Strafe. So ärgerlich ein Spoiler auch sein mag.

wer/dpa

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