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Medien „heute show“ macht Linke zu AfD-Anhängerin
Mehr Welt Medien „heute show“ macht Linke zu AfD-Anhängerin
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18:04 08.02.2015
Das ging schief: Die heute show – hier Oliver Welke – machte eine Linke zu einer AfD-Anhängerin. Quelle: dpa
Mainz

Die ZDF-Satiresendung "heute show" hat fälschlicherweise Äußerungen einer Linken-Politikerin in einen rechtspopulistischen Zusammenhang gebracht. Bei der verkürzten Wiedergabe eines Interviews erschien ein Statement der Görlitzer Linke-Politikerin Marlena Schiewer am Freitagabend fälschlich so, als sei sie früher Wählerin der rechtsextremen NPD gewesen und sympathisiere jetzt mit der AfD.

In der von der "heute show" ausgestrahlten Sequenz sagt sie: "Ich möchte nicht mehr die NPD wählen, weil die mir zu rechtsextrem ist. Und deswegen wähle ich die AfD. Also ich sag immer, das ist die NPD in freundlich." Laut einem älteren ARD-Beitrag hatte sie dieser Äußerung jedoch vorausgeschickt: "Hier auf dem Dorf gibt's ziemlich viele Leute, die rechter Meinung sind, und die sagen..."

Das ZDF bat am Sonnabend um Entschuldigung: Der Redaktion sei ein Recherchefehler unterlaufen. In der Kommunikation zwischen Mitarbeitern, die TV-Ausschnitte sichten, und den Autoren sei "die entscheidende Information verloren gegangen", dass eine gezeigte Frau keineswegs ihre eigene Meinung äußert, sondern die Meinung anderer.

Moderator Oliver Welke habe sich bereits mit der Frau in Verbindung gesetzt und sich entschuldigt, erklärte der Sender. Die Redaktion der Satiresendung werde in der kommenden Ausgabe am 13. Februar den Sachverhalt richtigstellen. Darüber hinaus wollte sich der Sender am Sonntag nicht äußern.

Zunächst hatte die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, bei der Frau handele es sich um ein Mitglied der Linkspartei aus dem sächsischen Kreisverband Görlitz. Die ZDF-Satiresendung habe weggelassen, dass sie nur eine Geisteshaltung in ihrem Ort schildere.

Die Linkspartei hatte daraufhin eine Entschuldigung verlangt. "Satire darf alles, außer lügen", schrieb ihr Vorsitzender Bernd Riexinger bei Twitter. Schiewer selbst erklärte am Sonntag, sie akzeptiere die Entschuldigung von Sender und Moderator Welke. Sofern die versprochene Richtigstellung erfolge, sei die Sache für sie erledigt. "Die Entschuldigung von Herrn Welke habe ich angenommen."

Weiter erklärte sie: "Natürlich war und bin ich enttäuscht von der Art und Weise der Darstellung, die meiner innersten Überzeugung so sehr widerspricht", sagte Schiewer, die jugendpolitische Sprecherin ihrer Partei in Görlitz ist. "Gerade im ländlichen Raum und in Hochburgen von AfD, NPD und Pegida sich zu engagieren, Gesicht zu zeigen und solchen Einstellungen zu widersprechen, ist nicht einfach."

dpa

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