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Medien Ein NDR-Urgestein geht in Rente
Mehr Welt Medien Ein NDR-Urgestein geht in Rente
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19:36 24.06.2013
Von Imre Grimm
Viele kennen nur seine markante Stimme: Der langjährige Moderator des Eurovision Song Contest, NDR-Urgestein Peter Urban, geht in Ruhestand. Quelle: dpa
Hamburg

Peter Urban sei „ein Urgestein des NDR“, schreibt der NDR. Man sagt das so, aber das ist natürlich Quatsch. Urban ist kein Gestein. Gestein liegt herum und bewegt sich nicht. Versuchen Sie mal, Gestein für etwas Neues zu begeistern – das ist, als wolle man einen Ozean mit einem Löffel leeren. Nein, nein, Urban ist kein Gestein und auch kein Dinosaurier. Der Mann ist näher am musikalischen Zeitgeist als mancher 24-jährige Plattenfirmenfuzzi mit Hipsterbrille und grüner Jeans. Urban schafft es mit 65 Jahren noch, frische Lieder tief ins Herz zu schließen. Und trotzdem ist er als Moderator der Letzte seiner Art: die personifizierte Musikleidenschaft, die Verkörperung dessen, was am Popradio einst smart und elektrisierend war. Nun geht Peter Urban nach fast 40 Jahren beim NDR offiziell in den Ruhestand. Das ist schade.

Sie feiern ihn Mittwoch in Hamburg mit einem Abschiedsfest, zu sehen im Livestream um 18 Uhr bei ndr.de. Überraschungsgäste treten auf, NDR-Intendant Lutz Marmor wird wiederholen, was er gestern schon sagte: „Urbans Sendungen sind Kult, in der Stimme unverwechselbar.“ Aber es wäre falsch, Peter Urban nur auf seine Stimme zu reduzieren oder auf die Tatsache, dass er einfach schon immer im Radio herumspukte – schon damals, als manche von uns Palästinensertücher trugen und auf „BASF Chrome Maxima II-Kassetten“ („Verdammt nah an der CD!“) den „Club“ mitschnitten, von „Eternal Flame“ bis „Reality“. Es geht um mehr. Es gibt 2013 einfach nur noch wenige Radiomenschen, die man nachts auf der Autobahn zwischen Borsten-Hohenraden und Halstenbeck-Krupunder als virtuellen Beifahrer aushält. Die nicht mit verblödeter Zwangsfröhlichkeit herumenthusiasmieren, sondern mit Liebe und Expertise im Ozean des Pop nach Perlen tauchen. Die kein Smartphone brauchen, um Musik zu lieben. Ein bisschen mehr Urbanisierung täte dem Formatradio gut.

Das Schöne ist: Er hört zwar auf, aber er macht trotzdem weiter. Dem NDR bleibt er als freier Mitarbeiter erhalten. Und dem Eurovision Song Contest als Livekommentator. Gut so.

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