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16:04 07.06.2013
Für permanenten Spielspaß mit der neuen XBox One ist ein permanenter Internetzugang nötig. Quelle: dpa
Redmond

Die neue Microsoft-Spielekonsole Xbox One wird ohne ständige Internet-Verbindung nicht dauerhaft funktionieren. Nutzer könnten ohne Online-Zugang auf der Konsole nur maximal 24 Stunden spielen, teilte Microsoft am Freitag in einem Blogeintrag mit. „Offline spielen ist nach Ablauf dieser Zeit nicht mehr möglich, solange die Internet-Verbindung nicht wieder hergestellt ist“, heißt es dort.

Nach dem Ausschalten soll die Xbox One in einen besonders stromsparenden Stand-by-Modus gehen. Die Internet-Verbindung soll aber trotzdem jederzeit automatisch erkennen, ob eine Anwendung oder ein Spiel ein Update benötigt und dies sofort durchführen. Eine Kopie der genutzten Spiele wird in der Cloud auf den Servern von Microsoft abgelegt, so dass es sich auch auf der Konsole etwa eines Freundes spielen lassen. Allerdings soll die Xbox One auch analysieren, ob jemand ein neues oder ein gebraucht gekauftes Spiel in das Blu-ray-Laufwerk schiebt. Gebrauchte Spiele dürften damit künftig nur noch funktionieren, wenn dies der Hersteller auch ausdrücklich erlaubt.

Microsoft hatte erste Details zu seiner neuen Konsole, die Ende des Jahres auf den Markt kommen soll, vor rund zwei Wochen genannt. Als Allround-Talent und Entertainment-Maschine soll sie die Wohnzimmer erobern. Datenschützer und Spieler hatten bei den nun konkretisierten Funktionen sowie den Aufzeichnungen der Sprach- und Gestensteuerung Kinect Bedenken angemeldet, da die Xbox One damit zu einer „Schnüffel-Konsole“ werden könne.

Fraglich war zunächst auch, ob sich die Kamera der Kinect-Steuerung überhaupt separat ausschalten lässt. Mit ihr werden Gesten zur Steuerung erfasst, sie kann allerdings auch ermitteln, wer und wie viele Personen vor dem Bildschirm sitzen. Unterdessen hatte ein Microsoft-Manager angekündigt, dass sich die Kamera auch ausschalten lasse.

Bei der ersten Präsentation vor rund zwei Wochen waren viele Details noch offen geblieben. Auf Anfrage hatte ein Sprecher erklärt, dass das Thema Datenschutz bei Microsoft höchste Priorität habe. Unter anderem der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hatte schwere Bedenken wegen der Privatsphäre der Nutzer geäußert.

Weitere Details dürfte Microsoft in der kommenden Woche auf der amerikanischen Spielemesse E3 (11. bis 13. Juni) in Los Angeles bekanntgeben. Dort werden auch weitere Informationen darüber erwartet, was Sonys neue Playstation 4 auszeichnen wird. Spieleentwickler wie Electronic Arts haben bereits angekündigt, auf der Messe erste Spiele für die neue Konsolengeneration zu präsentieren.

dpa

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