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11:25 09.10.2016
Vater, Schauspieler, aber kein Held: Tom Hanks, einer der beliebtesten Schauspieler Hollywoods. Quelle: dpa
Los Angeles

Der eine ist ein Held, der Mythen auf der Spur ist und dabei Bösewichte aufspürt. Der andere ein Held, der seinen Job macht und damit 155 Menschen das Leben rettet. Was diese beiden Männer unterscheidet: Der eine – Robert Langdon – ist ein fiktiver Forscher, der andere – Chesley Sullenberger – ein echter Pilot. Was sie verbindet: Beide werden von Tom Hanks verkörpert.

Gibt es sonst noch Parallelen zwischen den Beiden?

Es geht viel in ihren Köpfen vor, ohne dass sie es ausdrücken.

Keine leichte Aufgabe für einen Schauspieler.

Das kann man wohl sagen. Bei „Inferno“ wusste ich am Ende eines Drehtages häufig nicht, wo mir der Kopf stand.

Es geht in „Inferno“ um Dantes Version der verschiedenen Stufen der Hölle. Was ist Ihre Vorstellung davon?

Hölle bedeutet für mich, nur eingeschränkte Freiheit zu haben. Dass man nicht das tun kann, was man will. Die Hölle ist eine Version von Sklaverei. Egal, ob es sich um eine totalitäre Gesellschaft handelt oder um intellektuelle Diktatur, in der man seine wahren Gedanken und Gefühle nicht äußern darf.

Die Heldenrolle im Film ist nicht ungewöhnlich für Sie. Haben Sie selbst schon etwas Heldenhaftes getan?

Nichts, was mit dem zu vergleichen wäre, was andere bewältigt haben – die große Wirtschaftskrise. Den Weltkrieg. Ja, die sozialen Unruhen der Sechzigerjahre und Vietnam spielten sich um mich herum ab. Aber ich habe nie etwas Heldenhaftes getan. Abgesehen davon, dass ich vier Kinder habe und die Ehe eingegangen bin. Nein, ehrlich, ich bin ein Weichei (grinst).

Glauben Sie, dass wenigstens Ihre Kinder in Ihnen einen Helden sehen?

Nein, sie betrachten mich als Armleuchter.

Schwer vorstellbar bei einem erfolgreichen Vater wie Ihnen. Was würden Sie als den Höhepunkt in Ihrem Leben betrachten?

Dass ich immer noch da bin. Langlebigkeit ist eine gute Messlatte. Ich habe das Glück, dass die Leute meine Flops viel schneller vergessen als früher.

Und persönlich gesehen?

Dass ich Großvater bin. Dass ich fabelhafte Kinder habe, die mehr oder weniger auf eigenen Füßen stehen. Dass ich meinen Blutzucker kontrolliere und meine Knie ihren Dienst nicht aufgegeben haben.

Jetzt verraten Sie uns bitte auch noch einen Tiefpunkt.

Das war so um die Zeit herum als ich „Big” gedreht habe, meinen neunten Film. Ich hatte zwei Kinder und war geschieden. Ich lebte mit einem anderen geschiedenen Mann in dessen Haus am Arsch der Welt. Ich hatte Steuerprobleme, weil mir mein Manager den schlechtesten Rat auf dieser Welt gegeben hatte. Dann kam „Big“ heraus, ich war mit Rita verheiratet und ich dachte mir „Weißt du was, du kannst die Miete bezahlen, dein Auto reparieren lassen und für die Kinder Weihnachtsgeschenke kaufen. Du bist okay“.

Eine in die Brüche gegangene Hollywood-Ehe macht grade weltweit Schlagzeilen. Wie schaffen Sie es, dass ihre mit Rita schon so lange hält?

Also unsere Ehe läuft auf allen Zylindern hervorragend gut seit 28 Jahren und im April werden es 29 sein. Wir müssen nicht viel daran arbeiten, weil wir uns einfach gegenseitig sehr mögen. Wir versuchen so viel Zeit wie möglich miteinander zu verbringen und sicher zu gehen, dass wir ehrlich zueinander sind.

Sie haben inzwischen die 60 erreicht. Bereiten Sie sich auf körperlich anspruchsvolle Rollen wie in „Inferno“ anders vor als noch vor 20 Jahren?

Nein, gar nicht. Ich gehe seit jeher jeden Job gleich an. Sobald ich zugesagt habe, gebe 100 Prozent für die Rolle. Ich schlafe, esse, lebe sie. Mein Ziel war und ist es, perfekt vorzubereitet am Set zu erscheinen.

Sie haben grade wieder Ihren Ruf als nettester Schauspieler in Hollywood bestätigt, indem Sie in das Fotoshooting eines Brautpaars im Central Park von New York geplatzt.

Ich bin einfach ein Meister des „Photobombing“. Die Kunst ist es, die richtigen Orte und den richtigen Moment zu finden (lacht). Ich bin zufällig vorbeigelaufen und habe dieses nette Brautpaar gesehen. Ich wollte den Beiden einfach nur gratulieren und hab dann noch ein bisschen mit der Cam herumgealbert.

Dank des Internets haben das dann Millionen von Menschen mitbekommen.

Aber nicht, dass ich mich als Ersatz-Pastor angeboten habe, falls ihrer nicht erscheint.

Kein Scherz?

Nein. Ich habe schon Hochzeiten durchgeführt. Ich habe ein Online-Studium zum Pastor der Universal Life Kirche bestanden und mir für 40 Dollar ein Zertifikat besorgt. Damit darf ich legal Leute verheiraten. Ob ich aber auch Babys taufen darf, weiss ich nicht (grinst).

Von Dierk Sindermann

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