Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Medien Fußballfieber erfasst mehr als 31 Millionen Zuschauer
Mehr Welt Medien Fußballfieber erfasst mehr als 31 Millionen Zuschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:49 08.07.2010
Teilen ihr Trauer mit vielen Zuschauern: Arne Friedrich (von links), Mario Gomez und Per Mertesacker. Quelle: dpa

Das Halbfinalspiel Deutschland- Spanien der Fußballweltmeisterschaft 2010 hat dem deutschen Fernsehen am Mittwochabend einen neuen Rekord beschert: Im Durchschnitt sahen 31,10 Millionen Zuschauer die 0:1-Niederlage der deutschen Nationalmannschaft. In der Spitze verfolgten sogar 32,88 Millionen die spannende Begegnung, wie die ARD am Donnerstag mitteilte. Nie zuvor wurde eine durchschnittliche Einschaltquote mit einer Drei vorne gemessen. Bislang hatte die Halbfinal-Partie Deutschland- Italien bei der WM 2006 (29,66 Millionen) an der Spitze gestanden.

„Diese noch nie dagewesenen Zuschauerzahlen bedeuten eine großartige Würdigung der mitreißenden Spielweise und sympathischen Ausstrahlung des deutschen Teams“, sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky laut Mitteilung.

Der Marktanteil der für die Zuschauer geradezu sichtbare Angst- Niederlage der Löw-Truppe lag bei durchschnittlich 83,2 Prozent. In der Spitze waren es sogar 88,4 Prozent.

Dagegen hatten andere Sendungen am Mittwochabend praktisch keine Chance. Die besten Quoten im Zeitraum ab 20.15 Uhr erreichten noch das ZDF und eine Wiederholung aus der Reihe „Das Traumschiff“ (1,64 Millionen Zuschauer/4,5 Prozent Marktanteil) sowie RTL mit einer Folge der „Helfer mit Herz“ (1,01 Millionen/2,9 Prozent).

Das Zuschauerinteresse zog im Verlauf des Spiels übrigens noch an. Während der ersten Halbzeit sahen 30,19 Millionen Menschen das Spiel in der ARD, in der zweiten Halbzeit durchschnittlich 31,96 Millionen, wie die Marktforschungsfirma Media Control in Baden-Baden mitteilte. Der damit verbundene Marktanteil verbesserte sich von 81,7 Prozent auf 84,7 Prozent. Wie immer: Fans beim Public Viewing wurden nicht mitgezählt, es geht lediglich um Menschen vor heimischen TV-Geräten.

Umstritten ist, ob die Quoten der letzten Jahre vergleichbar sind. Erst vor kurzem stellten die Quotenmesser ihr Verfahren um und erheben mit ihren Stichproben nun auch Gäste in den repräsentativen Haushalten.

Klar ist: So viel Publikum wie WM-Spiele lockt sonst nichts vor den TV-Bildschirm - kein „Wetten, dass..?“, kein „Tatort“-Krimi und auch kein Eurovision Song Contest, der dieses Jahr am 29. Mai und in der Nacht zum 30. Mai, als Lena für Deutschland siegte, immerhin 14,69 Millionen Zuschauer anlockte, was einem Marktanteil von 49,1 Prozent entsprach.

Das deutsche Spiel gegen Argentinien hatte am Samstagnachmittag mit 25,95 Millionen Zuschauern sogar den sensationellen Marktanteil von 89,2 Prozent erreicht, was jedoch vor allem am Spieltermin 16.00 Uhr lag - nachmittags wird allgemein weniger ferngesehen.

Bevor das Halbfinalspiel sogar den „Allzeitrekord“ brach, hatte bei dieser WM das Match Deutschland-Ghana (23.6., 20.30 Uhr) die Quoten-Liste angeführt: 29,19 Millionen Menschen sahen zu.

Das Spiel Deutschland-Australien (13.6., 20.30 Uhr) verfolgten 28,03 Millionen, das Match Deutschland-England (27.6., 16.00 Uhr) 25,57 Millionen. Und die Partie Deutschland-Serbien (18.6., 13.30 Uhr) hatte 22,11 Millionen Zuschauer.

dpa

Im Rennen um die höchste Popularität bei Facebook hat Lady Gaga die Nase vorn: Die Popsängerin nahm jetzt die Schwelle von zehn Millionen Fans und schlug damit US-Präsident Barack Obama.

07.07.2010

Nach dem Selbstmord eines Realityshow-Teilnehmers hat der französische Fernsehsender M6 die Ausstrahlung der Sendung kurzfristig auf Eis gelegt. „Betrüg mich, wenn du kannst“ („Trompe- moi si tu peux“) sollte eigentlich an diesem Donnerstag das erste Mal gezeigt werden.

07.07.2010

Von wegen "live is live": Bei der Fußball-Wm kann es passieren, dass der Nachbar früher über ein Tor jubelt als man selbst. Wir geben die Antwort auf die Frage, warum digitale WM-Fernsehbilder verzögert zu sehen sind.

06.07.2010