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Medien Eidinger schwärmt von Kristen Stewart
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18:40 16.01.2017
Die beiden scheinen sich zu mögen: Lars Eidinger und seine Schauspielkollegin Kristen Stewart, Quelle: dpa
Hannover

Lars Eidinger ist selbst ein Star, aber er schwärmt von einem noch größeren: von Kristen Stewart. „Sie steigt aus einer Limousine, und der Ort verwandelt sich“, sagte Eidinger dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Für ihn sei es einer „Erleuchtung“ gleichgekommen, an Stewarts Seite in dem Kinodrama „Personal Shopper“ zu drehen.

Herr Eidinger, bei der Cannes-Premiere von „Personal Shopper“ standen Sie zusammen mit Hauptdarstellerin Kristen Stewart auf dem roten Teppich. Wie war das denn so an ihrer Seite?

Alles andere als selbstverständlich: Für mich ist Kristen Stewart in jedem Moment ein Superstar. Es ist beeindruckend, so nah an ihr dran zu sein.

Was ist so besonders an ihr?

Kristen Stewart steigt aus einer Limousine, und der Ort verwandelt sich. Sie hat so ein wahnsinniges Gesicht. Auf jedem Foto ist sie attraktiv. Sie muss nichts dafür tun, sie muss nicht posen. Und doch sind immer alle Augen auf sie gerichtet: In Cannes lebte sie zu hundert Prozent ein Celebrity-Dasein. Sie hatte eine Entourage um sich und zog sich dreimal am Tag um. Der Hairstylist war immer auf Abruf, nichts wurde dem Zufall überlassen.

Klingt ein bisschen nach Gefängnis.

Ich glaube, sie kann damit gut umgehen. Sie nimmt einfach ihre Freunde mit zum Filmemachen.

Haben Sie zumindest vor der Kamera Stewarts Star-Status vergessen können?

Nein, musste ich aber auch nicht. Ich bin kein Verfechter des Tunnelblicks, so wie ihn Kollegen oft beschreiben. Ich bin mir immer voll bewusst, was ich tue. Ich sehe Kristen Stewart als sie selbst, aber gleichzeitig auch ihre Filmfigur. Das ist ein wahnsinnig komplexer Zustand.

Befinden Sie sich auch in diesen Zustand, wenn Sie …

... vielleicht noch mal kurz zu Kristen Stewart: Für mich war es eine Erleuchtung, mit ihr zu spielen. Sie kommt dem Ideal nahe, das ich von Schauspielerei habe.

Wie sieht dieses Ideal aus?

Es heißt ja oft, Schauspielerei habe mit Lügen und Behauptung zu tun. Das ist falsch! Gerade bei Kristen Stewart ist das Gegenteil richtig. Es geht ihr darum, aufrichtig zu sein – in jedem Moment ihres Spiels. Sie ist ganz frei und handelt instinktiv, beinahe wie ein Tier.

Hätten Sie gerne mehr Szenen vor der Kamera mit ihr gehabt?

Klar, aber Regisseur Olivier Assayas hatte das Konzept auf sie zugeschnitten. Assayas hat sich verliebt in diese Schauspielerin, sein Film ist wie eine Hommage. Kann man verstehen.

Sind Sie Stewart abends an der Bar nähergekommen?

Ich habe es mir verboten, auf sie zuzugehen. Sie strahlt aber auch aus: Lass mich in Ruhe. Alles andere wäre für sie ein Albtraum. Wenn ihre Ausstrahlung offener wäre, könnte sie sich vor dem Ansturm nicht retten. Umgekehrt geht sie aber gezielt auf Leute zu, dann ist sie total entspannt und nahbar.

Sie haben mit Stewart nun schon zweimal gedreht, erst „Die Wolken von Sils Maria“, jetzt „Personal Shopper“. Wann sehen Sie die Kollegin das nächste Mal?

Wir haben gerade erst zusammen Urlaub gemacht. Nee, war jetzt ein Witz.

Von RND/Stefan Stosch

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