Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Medien Weniger Bürokratie für Musikanbieter im Internet
Mehr Welt Medien Weniger Bürokratie für Musikanbieter im Internet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:26 04.02.2014
Unternehmen am digitalen Musikmarkt wie Deezer, Juke und Spotify, müssen in Zukunft Musikrechte nicht mehr mit 28 einzelnen Staaten klären. Quelle: dpa
Straßburg

Für Musikanbieter im Internet soll es einfacher werden, europaweite Lizenzen für Musikstücke zu erhalten. Das EU-Parlament stimmte am Dienstag in Straßburg für ein entsprechendes Gesetz zum Verkauf von Musik im Internet. Es soll voraussichtlich ab 2016 gelten. Unternehmen am digitalen Musikmarkt wie Deezer, Juke und Spotify, müssen damit in Zukunft Musikrechte nicht mehr mit 28 einzelnen Staaten klären. Zudem sollen die Interessen der Künstler besser geschützt und Lizenzgebühren schneller ausgezahlt werden. In Deutschland ist die Gema die zuständige Verwertungsgesellschaft. Sie vertritt Zehntausende Künstler.

Am Rande der weltgrößten Musikmesse MIDEM in Cannes erklärte der Vorstandsvorsitzende der Gema, Dr. Harald Heker: "Die Gema begrüßt die vom EU-Parlament auf den Weg gebrachte Richtlinie zur kollektiven Rechtewahrnehmung als wichtigen Erfolg für die Urheber. Damit ist ein wesentlicher Schritt getan, um europaweit einheitliche Standards für Verwertungsgesellschaften zu schaffen und die grenzüberschreitende Lizenzierung von Urheberrechten in Europa zu erleichtern." Herr Dr. Heker führte weiter aus, dass die Gema angesichts des in Deutschland geltenden hohen Regulierungsstandards bereits heute die wesentlichen Anforderungen der zukünftigen Richtlinie erfülle.

„Alle profitieren, wenn es leichter wird, in verschiedenen Ländern Lizenzen für die Vermarktung von Musik zu erhalten“, sagte die Berichterstatterin, die französische Christdemokratin Marielle Gallo. Die Richtlinie sei ein „deutliches Signal dafür, dass Urheberrechte leicht auf das Internet übertragen werden können“. Die Künstler sollen künftig selbst entscheiden können, von welcher Verwertungsgesellschaft welchen Landes sie sich vertreten lassen wollen. „Wenn ein Künstler sich einen besseren Schutz von der Verwertungsgesellschaft eines anderen Landes verspricht, kann er frei wählen“, sagte die deutsche grüne Abgeordnete Helga Trüpel.

Die Verwertungsgesellschaften sollen zudem für mehr Transparenz bei ihrer Arbeit sorgen. „Verwertungsgesellschaften sollen zukünftig verpflichtet werden, über ihre Aktivitäten präzise zu berichten, damit nachvollzogen werden kann, wie die Werke genau genutzt werden“, sagte Trüpel. Das werde „Künstlern helfen, besser von ihren Rechten zu profitieren“, sagte Bernhard Rapkay, Sozialdemokrat und Mitglied des Rechtsausschusses.

Im Jahr 2012 sollen in der EU nach Schätzungen des Parlaments mehr als 390 Millionen Songs im Internet verkauft worden sein. Weltweit haben nach diesen Schätzungen mehr als 500 Musikanbieter eine Lizenz, um im Internet Musik zu verkaufen. In Deutschland verzeichnete der Musikmarkt zuletzt nach langer Durststrecke ein kleines Plus. Der digitale Musikmarkt mit Downloads und Musik-Streaming legte dabei nach Zahlen von media control GfK erneut um 12 Prozent zu.

Die Gema

Die Gema vertritt in Deutschland die Urheberrechte von mehr als 68.000 Komponisten, Textdichter und Musikverlegern sowie von über zwei Millionen Rechteinhabern aus aller Welt. Sie ist weltweit eine der größten Autorengesellschaften für Werke der Musik. Seit 2007 ist die Gema mit einer eigenen politischen Repräsentanz in Brüssel vertreten.

dpa/ska

Medien Firmenveteran Satya Nadella - Microsoft findet Chef in den eigenen Reihen

Die lange Suche nach einem neuen Chef ist für Microsoft beendet. Ein Firmenveteran soll den Windows-Riesen auf neue Pfade führen. Zugleich bekommt Microsoft-Patriarch Bill Gates eine neue Rolle.

04.02.2014
Medien Neue Runde bei "Gemany's Next Topmodel" - Alle meine Models

Heidi Klums Castingshow ist einfach "nicht mein Stil". Vor zwei Jahren fällte Modeschöpfer Wolfgang Joop dieses Urteil. Jetzt sitzt er selbst in der Jury von "Germany's Next Topmodel". Am Donnerstag startet die neunte Staffel.

06.02.2014

Facebooks neue iPhone-Anwendung „Paper“ schoss schnell in die Spitzengruppe in Apples App Store in den USA. Aber ihr Name ärgert einen kleineren Software-Entwickler, dessen Programm schon seit über einem Jahr so heißt.

04.02.2014