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Medien Ein Riese im Fokus der Branche
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08:26 16.08.2014
Von Uwe Janssen
Die Kritik am Onlinehändler Amazon wächst weiter. Quelle: dpa
Hannover

Der Markt ist hart umkämpft. Dabei steht der Internetriese Amazon mehr und mehr in der Kritik der Buchbranche. Neben US-Autoren wie John Grisham und Stephen King haben jetzt auch deutsche Schriftsteller - bis gestern mehr als 500, darunter Elfriede Jelinek, Ingrid Noll, Uwe Timm und Ferdinand von Schirach - in einem offenen Brief scharfe Kritik an den Geschäftsmethoden des Internetriesen geübt. Sie werfen Amazon unter anderem vor, gezielt Empfehlungslisten zu manipulieren und Bücher bestimmter Verlage verlangsamt auszuliefern, um so höhere Rabatte durchzusetzen. Es geht gezielt um die schwedische Verlagsgruppe Bonnier, zu der die Verlage Piper, Ullstein und Carlsen gehören.

Der Konzern sucht die Marktführerschaft auch mit der Kindle-Leihbücherei zu stärken: Diese kommerzielle Form der Onleihe basiert darauf, dass mit dem Kindle-Lesegerät für gewöhnlich nur bei Amazon gekaufte oder entliehene Titel konsumiert werden können. Der Fall Amazon macht deutlich, dass für das digitale Zeitalter neue juristische Regeln für den Umgang mit Inhalten gefunden werden müssen. Dabei geht es auch um das Kartellrecht. Der Börsenverein des deutschen Buchhandels hat eine Beschwerde gegen Amazon eingereicht.

Ähnlich unzeitgemäß erscheinen unterschiedliche Mehrwertsteuersätze für gedruckte Bücher (7 Prozent) und E-Books (19 Prozent). Wegen einer EU-Steuerrichtlinie konnte die Bundesregierung den Satz für E-Books bislang nicht wie geplant senken. Für Hörbücher gilt ab 2015 ebenfalls der verminderte Satz.

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