Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Medien "Cicero"-Textchef Georg Löwisch wird "taz"-Chef
Mehr Welt Medien "Cicero"-Textchef Georg Löwisch wird "taz"-Chef
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 12.07.2015
Der Journalist Georg Löwisch wird neuer Chefredakteur der Berliner "tageszeitung" (taz). Quelle: Anja Weber
Berlin

Gleichberechtigung bedeutet, dass auch mal das andere Geschlecht übernehmen darf. Und so wird bei der „taz“ zum ersten Mal nach 17 Jahren ein Mann alleiniger Chefredakteur: Georg Löwisch, 41, gebürtiger Freiburger und aktuell noch Textchef beim Berliner Debattenmagazin „Cicero“. Mitte September wird er Ines Pohl folgen, die sich bereits von der „taz“ verabschiedet hat und zur Deutschen Welle nach Washington wechseln wird.

Andreas Rüttenauer, der mit ihr seit April 2014 eine Doppelspitze gebildet hatte, wird als Autor unter anderem wieder für das „taz“-Sportressort „Leibesübungen“ schreiben. Vor allem aber wird der 47-Jährige, der mehr aus Verantwortungsgefühl für die Redaktion denn aus Karrierestreben an Pohls Seite gerückt war, eine „Zukunftswerkstatt“ gründen, eine Art Ideenschmiede für die „taz“.

Spätzle mit Linsen in den "Schwarzwaldstuben"

Wenn Löwisch nun sagt, „es ist schön, nach Hause zu kommen“, darf man das für bare Münze nehmen. Löwisch ist heimatverbunden. Das äußert sich nicht nur darin, dass es ihn hin und wieder zu Spätzle mit Linsen ins Berliner Lokal „Schwarzwaldstuben“ zieht. Die „taz“ ist für ihn tatsächlich ein Zuhause. 1997, noch als Student, schrieb er erstmals für das links-alternative Blatt. Ein Jahr später begann er dort sein Volontariat, wurde Reporter und entwickelte 2009 als Ressortleiter maßgeblich die Wochenendbeilage „sonntaz“. Der Vorläufer der heutigen „taz am Wochenende“ hat der Zeitung neue Leser verschafft.

Als Löwisch Ende 2012 die „taz“ verließ, schenkte ihm die Redaktion eine Abschiedszeitung. Darin schrieb sie, er habe es geschafft, dass „Führung als Hilfe und nicht als Zumutung“ empfunden und in seinem Ressort „persönliche Freiheit und Team-Verantwortung“ gleichzeitig gelebt worden seien: „Damit hat er den größten, klassischen ,taz‘-Widerspruch aufgelöst und so mit seinem Team etwas Historisches erreicht“.

Glaube muss Gewissheit werden

Löwisch könnte also genau das mitbringen, was die „taz“ derzeit am meisten braucht: den Glauben, dass die „taz“ eine „Zeitung der Zukunft“ und „die stärkste Stimme der demokratischen Gegenöffentlichkeit in Deutschland“ sei. So formuliert er es, wird aber seinen Teil beitragen müssen, damit der Glaube zur Gewissheit wird.

Ulrike Simon

Viele Menschen nutzen den Flash-Player auf ihrem Computer. Die Software ist deshalb ein lohnenswertes Ziel für Angreifer – und wieder einmal ist eine Sicherheitslücke entdeckt worden. Immerhin: Flash-Hersteller Adobe reagierte schnell auf die Gefahr.

09.07.2015
Medien Numan Acar spielt den Topterroristen in "Homeland" - "Als netter Schwiegersohn kam ich nie infrage"

Am Freitag kehrt CIA-Agentin Carrie Mathison ist zurück im deutschen Fernsehen: Auf Kabeleins läuft die vierte Staffel der US-Erfolgsserie an. Mit dabei: der in Berlin lebende Numan Acar in der Rolle des Topterroristen Haissam Haqqani. Der nächste Schauspieler auf dem Weg von Berlin nach Hollywood.

11.07.2015

Wenn ProSiebenSat1 sein Programm in Hamburg präsentiert, sind die Highheels stets noch höher als das Grinsen breit ist. Trotzdem lag in diesem Jahr ein Schleier über der Hochglanzsause. Und alles wegen eines Wortes: Raab.

11.07.2015