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Medien „Komödie ist immer auch ernsthaft“
Mehr Welt Medien „Komödie ist immer auch ernsthaft“
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00:25 13.08.2014
Christian Ulmen wird im ARD-Film „Wer’s glaubt, wird selig“ den Gastwirt Georg spielen. Quelle: dpa
Hannover

Herr Ulmen, heute läuft in der ARD der Film „Wer’s glaubt, wird selig“. Glauben Sie an Wunder?
Leider nicht. Wie schön das wäre. So viel unbeschwerter der Alltag. Dann ginge ich permanent davon aus, dass gleich ein Zauber alles zum Guten wenden könnte. Freie Parklücken allerorten. Ich würde dauernd Wunder herbeibeten. Ich meine das gar nicht verächtlich. Ich beneide Gläubige tatsächlich. Aber ich kann nicht an Gott glauben, leider. Ich halte ihn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit für nicht existent.

Was würden Sie den Papst fragen, wenn der bei Ihnen spontan auf ein Glas Rotwein vorbeikommen würde?
Ich würde ihn fragen, wie er sich wohl seinen Gesichtsausdruck vorstellt, wenn er in den Himmel kommt und da gar kein Himmel ist. Oder ein empörter Gott wegen der Kirchensteuer. 

Setzt sich der Film ernsthaft mit Kirche und Tradition auseinander?
Ach, das Schöne ist doch, dass wir Erwachsene keine Schulaufsätze mehr über Dinge schreiben müssen, die eigentlich Spaß machen sollen. Komödie ist immer auch ernsthaft. Der Film ist wirklich einer der lustigsten, in denen ich je spielen durfte. 

Sie haben vor Ihrer Fernsehkarriere ein Theologiestudium angestrebt. Wie kam es dazu?
Ich hatte ein saumäßiges Abitur. Ohne NC konnte man in Hamburg nur Gebärdensprache oder Theologie studieren. Theologie erschien mir glaubwürdiger, um meinen Eltern ein beruhigendes Gefühl zu vermitteln. Ich war nie an der Uni, habe stattdessen Radio- und Fernsehsachen gemacht.

Sie drehen gerade Ihren zweiten „Tatort“. Kaum eine Sendung wird in Deutschland derart ernsthaft diskutiert  wie der Sonntagabendkrimi. Erhöht das den Druck auf Sie als Schauspieler?
Überhaupt nicht. Dazu schwankt die Atmosphäre beim Drehen zu sehr zwischen konzentriert und familiär. Druck gibt es nicht. Wir haben ein herrliches neues Buch von den Autoren Claussen und Pflüger bekommen, ich darf wieder mit Richard Huber arbeiten, mit dem ich schon „Dr. Psycho“ gemacht habe, und natürlich: Nora ist dabei. 

Können Sie schon verraten, wie der zweite „Tatort“ mit Ihnen und Nora Tschirner werden wird?
Der wird sehr, sehr gut.

Bleibt Ihr Einsatz als „Tatort“-Kommissar die Ausnahme? Oder wird man sie wiederholt in Weimar ermitteln sehen?
Es ist ja nun schon das zweite Mal. Nächstes Jahr wollen wir einen dritten „Weimar-Tatort“ machen, und dann schauen wir von Jahr zu Jahr, wie viel Lust wir alle haben: Ist die immer da, hören wir nie auf.

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