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Medien ARD ändert nach zwölf Jahren ihr Logo
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08:39 27.02.2015
Von Imre Grimm
Die „1“ im Mittelpunkt: Neues ARD-Logo. Quelle: AARD

Online und in seinen Apps hatte sich Das Erste bereits Schritt für Schritt umgestellt, nun ist das neue „Flat Design“ auch im Hauptprogramm zu sehen. Schluss mit den sanften Wellen von 2011, mit den von rechts nach links ins Bild gleitenden Schrifttafeln. Stattdessen: simulierte Fingertips, pulsierende Kreise, kräftigere Farben. Ganz klar, woran sich die neue Optik orientiert: am Touch-Design von Apples Smartphone-Betriebssystem iOS 8, am schlicht-sachlichen Stil mit seinen serifenlosen Schriften und knalligen Farbfeldern ohne 3-D-Spielereien und Schattierungen, der seit ein paar Jahren die gesamte Computerwelt dominiert. Maritim und markenorientiert wirkt das - die ARD wird zur blauen Lagune. Das Meer, unendliche Weiten. Das ARD-Programm, unendliche Weiten.

Von einem „einladenden Touchbutton“, der ins Programm locken soll, spricht man bei der ARD. Davon träumen sie alle bei den linearen Sendern: dass ihre Programme, wenn sie schon nicht so interaktiv sind wie die Apps und Webseiten der explodierenden Mobilwelt, wenigstens so dynamisch aussehen. Die Hausschrift bleibt die Thesis, die Sounds jedoch wurden neu produziert und klingen jetzt knackiger und elektronischer. Hübsch gemacht.

Es wäre ein guter Zeitpunkt, Teile des ARD-Programms auch inhaltlich mal ins Hier und Jetzt zu holen. Denn zu Nonnenserien, Silbereisen und Kaffeefahrt-TV passt keine App-Optik.

„Fringsen“, so nennt der Drehbuch-Autor Peter Zingler in seinem Film „Die Himmelsleiter“ Klauen und Schmuggeln - in schlechten Zeiten sei das erlaubt. Er erzählt die Geschichte einer Trümmerfrau. Am Freitag und Sonnabend läuft der Film im Ersten.

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