Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Medien Neues "Rote Rosen"-Paar geht an den Start
Mehr Welt Medien Neues "Rote Rosen"-Paar geht an den Start
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:00 16.07.2015
Anne Moll wird als neue Hauptdarstellerin in "Rote Rosen" nach ihrem Glück suchen. Quelle: ARD / Nicole Manthey
Lüneburg / Hamburg

Die magische Zahl 2001 markiert den neuen Abschnitt im TV-Dauerbrenner "Rote Rosen". Seit November 2006 läuft die Telenovela und wechselt alle 200 Folgen die Hauptdarstellerin. Jenny Jürgens gibt den Staffelstab an Anne Moll weiter. Die zwölfte Staffel startet am 20. Juli um 14.10 Uhr.

Anne Moll spielt die Buchhändlerin Nora Franke, die in ihrem früheren Leben Ärztin war und eine glänzende Karriere vor sich hatte. Zur falschen Zeit am falschen Ort, wird ihr ihre Zivilcourage zum Verhängnis. 20 Jahre später probiert sie in der Heidestadt Lüneburg einen Neuanfang.

An Molls Seite spielt Oliver Sauer den Kioskbesitzer Lasse Petersen. Der war eben noch international erfolgreicher Fotograf und Kriegsreporter. Jetzt hat er seine Kamera an den Nagel gehängt und den Kiosk seines Vaters übernommen. Nora und Lasse spüren gleich, dass sie beide eine "schicksalhafte Lebenserfahrung" verbindet.

Anne Moll ist in der Serie keine Unbekannte

Sauer tritt bereits seit Folge 1991 (6. Juli) in Erscheinung. Sie sei keine regelmäßige TV-Konsumentin, räumt Anne Moll ein. "Ich habe zwei Kinder, bin voll berufstätig, mein Mann ist ganz oft aushäusig, ich habe gar keine Zeit zum Fernsehgucken. Ich gucke sozusagen null fern."

Die Serie sei ihr aber nicht ganz neu, verrät die 48-Jährige. "Denn ich habe da vor Jahren schon mal mitgespielt." Eigentlich dürfe sie das nicht erzählen, denn: "Der Zuschauer wird sonst verwirrt: Nanu? Ist das nicht die, die mal die soundso gespielt hat?" Und auch Sauer kennt sich in den "Roten Rosen" etwas aus. "Ich war schon mal für eine andere Figur da zum Casting. Da wurde dann nichts draus, aber ich hatte mich schon mal kundig gemacht."

"Man hat ein festes Auskommen und kann die Kinder ernähren"

Was erwartet die Zuschauer? "Das alte Spiel: Mann und Frau, die sich nicht verstehen und doch das Faszinierendste sind, was es füreinander gibt – in den meisten Fällen", sagt Sauer. Moll findet es zunächst einmal beruhigend, ein Engagement für 200 Folgen in der Tasche zu haben, "weil man weiß, dass man ein festes Auskommen hat und die Kinder ernährt sind." Gelegentlich fühle sie sich aber angesichts des straffen Drehplans wie im Film "Und täglich grüßt das Murmeltier".

Werktags schalten mehr als acht Jahre nach dem Start im Schnitt rund 1,7 Millionen Zuschauer am frühen Nachmittag die "Roten Rosen" ein. Noch einmal rund 390.000 Zuschauer sehen die Wiederholung am nächsten Vormittag. Die Außenszenen werden in der Altstadt von Lüneburg gedreht und haben der Stadt einen richtigen Touristenboom beschert.

Ablenkung vom vielleicht "doofen Alltag"

Mit den Fernsehausflügen in den Norden von Niedersachsen ist noch lange nicht Schluss. Der NDR-Rundfunkrat hat Ende Mai bereits zwei weitere Staffeln – die 13. und 14. – mit zusammen 400 Folgen genehmigt. Moll findet es bemerkenswert, wie sich die Fans mit der Serie identifizieren. "In den Fan-Foren haben ich etwas gelesen und gemerkt, dass es für viele schön ist, die erdrückende, belastende Alltagssorgen haben, dass sie tatsächlich in diese Telenovela-Welt reinfliegen und da mitleben." Die Menschen würden sich so von ihrem eigenen, vielleicht "doofen Alltag" ablenken. "

Von Matthias Benirschke

Politik hat Folgen, auch für eine Bundeskanzlerin. Aber wohl nicht allzu oft wird Angela Merkel so unmittelbar damit konfrontiert. In Rostock war es jetzt ein herzerweichend weinendes Mädchen aus dem Libanon. Mit ihrer Reaktion erntete Merkel im Internet Häme und wütende Kommentare. Der NDR hat jetzt ein ungekürztes Video der Szene veröffentlicht.

16.07.2015
Medien Kommentar: Merkel tröstet weinendes Mädchen aus dem Libanon - Kanzlerin trifft Realität

Bei einem Bürgerdialog in Rostock trifft Angela Merkel auf Reem, ein Mädchen aus dem Libanon. Nachdem es erzählt hat, dass seine Familie bald abgeschoben werden soll, bricht es in Tränen aus – und Merkel versucht zu trösten. Im Netz wird die Kanzlerin als gefühlskalt verhöhnt, aber die Haltung im Netz gegenüber Reem ist nicht viel besser.

19.07.2015
Medien Auch Reichertshofen auf der Googlemaps eingezeichnet - Asylgegner verbreiten Karte mit Heimen

Asylgegner haben eine Google-Karte mit allen Asylbewerberheimen in Deutschland ins Netz gestellt. Aktivisten fordern, dass Google sie aus dem Netz nimmt, aber die Suchmaschine zögert. Auch das Heim in Reichertshofen ist darauf verzeichnet. Nach dem Brandanschlag dürfte sich der Druck erhöhen.

16.07.2015