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Medien Testergebnisse von 400.000 Schülern im Netz
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14:03 26.02.2014
Vertrauliche Testergebnisse von 400.000 Schülern aus Österreich sind versehentlich im Internet öffentlich geworden. Quelle: dpa
Wien

Datenpanne in Österreich: Die vertraulichen Testergebnisse von 400.000 Schülern sind versehentlich im Internet öffentlich geworden. Auf einem Server in Rumänien fanden sich neben den Ergebnissen aus der sogenannten Informellen Kompetenzmessung (IKM) der Jahre 2011 und 2012 auch die E-Mail-Adressen von 37.000 Lehrern. Dies berichtet die Wiener Zeitung „Die Presse“ (Mittwoch).

Wie es zu dem Datenleck kam, ist noch unklar. Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) will die Panne „sofort und lückenlos“ aufklären lassen.

Bei der IKM können Schulen unverbindlich das Niveau ihrer Schüler in den Deutsch und Mathematik sowie zusätzlich in Englisch testen. Laut „Presse“ hat sich österreichweit fast jede zweite Schule für die IKM registriert. In Wien ist die Nutzung des Tests verpflichtend.

Auf Basis der 1,8 Gigabyte umfassenden Daten lassen sich laut Zeitung das Abschneiden der Schüler eines bestimmten Lehrers oder der Schule feststellen. Zudem könnten Ranglisten der besten und schlechtesten Schulen und Lehrer ermittelt werden. Nur die Namen der Schüler seien verschlüsselt, schreibt das Blatt. Erhoben hat die Daten das Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie).

Die Lehrergewerkschaft will nun einen vorläufigen Stopp aller zentralen personenbezogenen Erhebungen - etwa für PISA-Studie, Bildungsstandard-Tests und Zentralabitur. „Bevor das nicht vollständig aufgeklärt ist, haben diese Dinge zu unterbleiben“, sagte der Vorsitzende der ARGE Lehrer, Paul Kimberger, der Nachrichtenagentur APA.

Der Datenschutz-Experte Hans Zeger meinte, er könne sich vorstellen, dass ein Forscher am Bundesinstitut für Bildungsforschung die fraglichen Daten für einen Vortrag auswerten wollte und sich eine Kopie gezogen habe, so Zeger. Dann stelle er sie in eine Art Cloud - „rumänische Server sind halt billiger als österreichische“ - und schon sei es um die Vertraulichkeit geschehen gewesen.

dpa

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