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19:59 21.09.2014
Silke Haller alias „Alberich“ (Christine Urspruch) erklärt Frank Thiel (Axel Prahl) die Obduktionsergebnisse einer weiteren Leiche. Quelle: ARD
Hannover

Professor Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) mag es nicht, die Kontrolle zu verlieren. In diesem jüngsten Fall aus Münster allerdings gerät die wohlorganisierte Überlegenheit des egozentrischen Gerichtsmediziners ins Wanken. Während Assistentin „Alberich“ (Christine Urspruch) mit viel Sekt und guter Laune ihren 40. Geburtstag feiert, fertigt Boerne im Labor Aufnahmen seiner Leber. Und spätestens, als er Kommissar Thiel ins Vertrauen zieht – „Was würden Sie sagen, wenn ich bald nicht mehr unter uns wäre?“ –, steht fest, dass der Professor eine ernsthafte Erkrankung fürchtet

Dass die ambivalente Beziehung des ungleichen Ermittlerpaares (Axel Prahl) in „Mord ist die beste Medizin“, dem 26. „Tatort“ aus Münster, ausgerechnet aus dem Motiv der Todesangst Witz und pointierte Dialoge entwickelt, mag gewagt sein. Aber es funktioniert.

Auch der Fall ist gewohnt gut konstruiert und kriminalistisch spannend: Der Pharmazeut Oliver Holzbein (Jesse Albert) wird ausgerechnet in der Idylle des Botanischen Gartens Opfer eines Anschlags. Allerdings weiß nur der Zuschauer, dass der Mann eine Substanz mit einer Spritze verabreicht bekam. Die einzige Zeugin, die die Hand aus einem Gebüsch hervorschnellen sah, ist die zehnjährige Mia, die mit ihrer Schule auf Exkursion war.

Ihre Glaubwürdigkeit muss sich Mia allerdings durch Hartnäckigkeit erarbeiten, denn der abgelenkte Thiel schenkt der leider sehr aufgesetzt in Polizeisprache sprechenden Schülerin zunächst nicht einmal ein Lächeln. „Die hat wohl zu viel TKKG gehört“, sagt er und geht.

Erst als Assistentin Nadeshda Krusenstern (Friederike Kempter) den zunächst noch lebenden Oliver Holzbein im Krankenhaus ausfindig macht und ihn als mögliches Opfer des Spritzenangriffs identifiziert, kommen die Ermittlungen langsam ins Rollen. Doch da ist Holzbein bereits tot.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein „Tatort“ hinter die Kulissen des von ökonomischen Zwängen geleiteten Klinikbetriebs leuchtet. In diese Klinik mag man sich eigentlich nicht legen – Boerne tut es trotzdem, und verhilft den Ermittlungen wahrscheinlich mit der Flucht vor seiner eigenen Angst auf den Sprung. Er ist es auch, der als Erster den Verdacht äußert, dass im Krankenhaus mit gefälschten Medikamenten gehandelt wird.

Anders als viele andere „Tatorte“ verzichten Drehbuchautorin Dorothee Schön und Regisseur Thomas Jauch auf allzu deutliche Kritik an den wirklichen Umständen – obwohl der Fall auf wahren Motiven beruht. Stattdessen erzählen sie in der Tradition der besten Münster-„Tatorte“ mit viel Humor, geschliffenen und pointenreichen Dialogen. Überhaupt zählt dieser Fall nach einigen weniger inspirierten Episoden zu den interessanteren und rasant erzählten Fällen. Lediglich die Darstellerin der kleinen Mia hätten Regie und Drehbuch weniger altklug-aufgesetzte Sätze zumuten sollen.

Dany Schrader

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