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Medien Sender nimmt falsche ZDF-Twitterer unter Vertrag
Mehr Welt Medien Sender nimmt falsche ZDF-Twitterer unter Vertrag
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19:25 19.04.2011
Quelle: ZDF

Das ZDF steht nicht unbedingt in dem Ruf, ein jugendlicher Sender zu sein. Der Otto-Normal-Zuschauer ist laut jüngster Erhebung um die 60 Jahre alt – und um diese Klientel nicht zu verprellen, leisten sich die Mainzer so gediegene Sendungen wie den „ZDF-Fernsehgarten“. In den virtuellen Welten sieht das anders aus. Dort zeigt das ZDF, wie sich soziale Netzwerke und Journalismus erfolgreich verbinden lassen – und ganz besonders erfolgreich beim Kurznachrichtendienst Twitter. Mit rund 45.000 Fans ist @zdfonline eines der meistgelesenen deutschsprachigen Twitter-Angebote und genießt einen ausgezeichneten Ruf.

Was bislang kaum bekannt war: Hinter dem Kanal der Online-Redaktion steckte ursprünglich gar nicht das ZDF. Wie der Blogger und Journalist Richard Gutjahr jetzt aufgedeckt hat, war @zdfonline die Idee zweier Mitzwanziger. Marco Bereth und Michael Umlandt hatten im Jahr 2009 den Account bei Twitter eröffnet, um ein bisschen Werbung für das ZDF-Programm zu machen. Dank ihres seriösen Auftretens gelang es dem Duo sogar, den Fake-Account @zdfneo von einem anderen Twitter-Nutzer zu übernehmen. Mehrere Monate twitterten die beiden, bis es ihnen angesichts der immer schneller wachsenden Zahl von Fans doch zu heiß wurde. Sie vertrauten sich dem ZDF an und vereinbarten ein Treffen in der Senderzentrale.

„Wir hatten ganz schön Bammel“, zitiert Gutjahr die beiden. Doch statt Klagen oder einstweiliger Verfügungen bekamen sie etwas anderes überreicht: ein Jobangebot. Sie hätten es dem ZDF eben ziemlich leicht gemacht, sie unter Vertrag zu nehmen, erklärte eine Sender-Verantwortliche gegenüber Gutjahr: „So professionell wie die Zwei twittern, könnten wir das gar nicht.”

Das Jobangebot könnte indes nicht das letzte gewesen sein. Bereth und Umlandt sollen laut Gutjahr noch zwei weitere prominente Twitter-Accounts besitzen. Welche, das wollten sie allerdings nicht verraten.

Die „vierte Gewalt“, die Presse, hat in Demokratien gewaltigen Einfluss. Die Pulitzer-Preise sollen die journalistischen Leistungen ehren, die die Demokratie gestärkt haben. Die New York Times und die L.A. Times gewannen jetzt je zwei Auszeichnungen des wichtigsten Journalistenpreises der Welt. Aber auch kleinere Blätter gehören zu den Preisträgern.

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