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Medien Lena stellt mit "Stromberg" das neue PRO7-Programm vor
Mehr Welt Medien Lena stellt mit "Stromberg" das neue PRO7-Programm vor
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20:04 23.07.2010
Von Imre Grimm
„Rauchst du?“: Lena und Christoph Maria Herbst werben für PRO7. Quelle: PRO7

Nur „der Chef“ ist nicht gekommen. Der Mann, dem sie bei PRO7 wahrscheinlich täglich eine Palette frischer Mettwurstbrötchen hinstellen und morgens vor dem Büro den roten Teppich ausrollen würden, wenn er solcherart Zinnober nicht hassen würde: Stefan Raab hält sich fern von der Sause seines Senders, der in der Alten Kongresshalle in München sein Programm für die neue Saison vorstellt. Raab macht Urlaub. „Schlaf den Raab“ statt „Schlag den Raab“.

Aber Lena ist da, derzeit das prominenteste Gewächs der PRO7-Familie. Lena macht keinen Urlaub. Lena ist auf Promo-Tour, war in London, Amsterdam, Wien, Paris, fährt dann nach Brüssel, nach Norwegen, nach Schweden. Sie gibt Interviews am laufenden Meter, shoppt auch ein bisschen bei „H&M“ in Hannover, pennt aber meist in der Kölner Wohnung, die ihr das Management angemietet hat, kocht sich was, drückt auf einem iPad herum („Macht schon Spaß“), liest Krimis, zuletzt Joy Fieldings „Die Katze“, einen hyperbrutalen Thriller über eine kaltblütige Kindsmörderin, inhaltlich quasi das Gegenteil von „Satellite“. Und jetzt steht sie auf der Bühne neben Christoph Maria Herbst („Stromberg“), singt noch einmal ihr Lied und macht Stimmung für PRO7.

„Rauchst du?“, fragt Herbst. „Nö“, sagt Lena. „Was war die blödeste Frage, die dir noch nicht gestellt wurde?“, fragt Herbst. Ein Elfmeter. „,Rauchst du?‘ Bis heute“, sagt sie keck. Versenkt. Und die blödeste Antwort? „,Nö.‘ Zum Beispiel.“

Sie weiß, dass sie hier alle haben kann. Sie liegen ihr zu Füßen bei PRO7, bei Brainpool, bei Universal. Und dass PRO7-Geschäftsführer Thilo Proff auch noch ein bisschen was zum neuen Programm sagen will, das geht fast unter. „Voll auf die Zwölf“, hat Proff sich für die neue Saison vorgenommen. Soll heißen: PRO7 will von aktuell 11,6 Prozent Marktanteil (sechs hinter RTL) in der Werbezielgruppe auf zwölf kommen. Helfen sollen ein paar beherzte Neuerungen: So bekommen die „MTV Home“-Stars Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf mit der Comedyshow „17 Meter“ endlich eine Sendung auf einem richtigen Sender. Oliver Welke (ZDF-„heute show“) wagt sich mit „Bis in die Puppen“ an eine neuartige Puppen-Comedy, und Herbst selbst geht mit seinem Büro-Superekel „Stromberg“ in die fünfte Staffel. Außerdem spielt er im PRO7-Film „Kreutzer kommt“ einen durchgeknallten Kommissar.

Trotz mäßiger Quoten hat SAT.1 mit Oliver Pocher ein Jahr verlängert, künftig läuft seine „Show“ freilich erst um 23.15 Uhr. Zusätzlich führt der junge Vater – kein Witz – durch eine Kindershow namens „Lieber Onkel Olli“. Auch Johannes B. Kerner darf weitertalken, wenngleich er und das SAT.1-Publikum weiter miteinander fremdeln. Und obwohl Heidi Klums „Topmodel“-Suche ihre besten Zeiten hinter sich hat, darf Designer Philipp Plein in einer Show mit dem grenzdebilen Titel „Fashion & Fame – Design Your Dream“ ein neues Modelabel entwickeln.

Und Raab? Macht das, was er am besten kann: weiter, immer weiter. Das gilt auch für Lena. Doch, sagt sie, sie werde ihren Titel 2011 verteidigen, wo auch immer. Noch hat es also niemand geschafft, Raab und ihr dieses Unterfangen sanft auszureden. „Schönen Abend noch“, sagt sie noch. „Trinkt nicht so viel.“ Und weg ist sie.

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